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27.05.2020

Globale Allianzen zur Bioökonomie schmieden

Die Fördermaßnahme „Bioökonomie International“ geht in eine neue Runde: Gefördert werden erneut Verbundprojekte von deutschen Akteuren mit Nicht-EU-Ländern.

Algenanbau auf der indonesischen Insel Nusa Lembongan
Algen sind nicht nur gesund, sondern ein vielversprechender Rohstoff für bioökonomische Anwendungen. (Foto: Algenanbau in Indonesien
Quelle: 
BIOCOM AG/bb

Forschung ist ein wichtiger Schlüssel, um die Potenziale der Bioökonomie zu identifizieren, zu erschließen und zu nutzen. Mit der Forschungsförderung zur Bioökonomie will die Bundesregierung die in der Nationalen Bioökonomiestrategie verankerten Ziele erreichen. Dabei spielt vor allem das Wissen über biologische Prinzipien, Systeme und Verfahren eine entscheidende Rolle. Um den Wandel hin zu einer biobasierten und nachhaltigen Wirtschaftsweise zu beflügeln, unterstützt die Bundesregierung vor allem der Einsatz verschiedener biotechnologischer Verfahren in der Industrie. Entscheidend dabei: bioökonomische Innovationen dürfen die globale Ernährungssicherheit nicht gefährden, dürfen also mit der Nahrungsmittelproduktion nicht konkurrieren.

Förderung neuer globaler F&E-Partnerschaften

Dafür ist es wichtig, das biologische Wissen weiter durch eine gezielte Forschungsförderung zu erschließen und die Forschung zu relevanten Themen auch im internationalen Kontext zu betrachten. Im Rahmen der Fördermaßnahme Bioökonomie International werden daher seit 2012 internationale F&E-Partnerschaften mit nicht EU-Ländern in Verbundprojekten gefördert. Nun ist eine neue Förderrunde gestartet. Gefördert werden insbesondere Allianzen mit Partnern aus Argentinien, Australien, Chile, China, Indien, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Russland und Vietnam.

Biologisches Wissen erweitern

Gefördert werden Verbundvorhaben, die den in der Nationalen Bioökonomiestrategie festgelegten Leitlinien entsprechen und zumindest zu einem Thema Bezug nehmen. Im Rahmen der aktuellen Ausschreibung liegt der Schwerpunkt der Förderung bei Vorhaben, die den Baustein „Biologisches Wissen als Schlüssel der Bioökonomie“ bedienen. Hierbei gilt es vor allem, das Wissen um biologischer Ressourcen wie Pflanzen, Algen, Pilze, Bakterien oder Insekten für neue Verfahren oder Produkte der Bioökonomie zu erschließen. Konkret gefördert werden Arbeiten zum Verständnis und der Modellierung von biologischen Systemen, Projektskizzen zur Erforschung und Etablierung neuartiger Produktionsorganismen für die Primärproduktion und industrielle Produktion, Forschungsansätze zur Entwicklung und Weiterentwicklung innovativer biotechnologischer Verfahrenskonzepte für biobasierte Produktionssysteme sowie Forschungsarbeiten, die auf die nachhaltige Erzeugung biogener Ressourcen abzielen.

Von einer Förderung ausgeschlossen sind Vorhaben die die Charakterisierung und/oder die Anbauoptimierung agrarischer Primärprodukte im Partnerland in den Fokus stellen sowie Projekte, die auf eine energetische Nutzung von Biomasse ohne den Einsatz von Mikroorganismen abzielen.

Bioökonomie International

Die neue Ausschreibung „Bioökonomie International 2019“ richtet sich an Projekte deutscher Akteure mit Partnern in Nicht-EU-Ländern – besonders in Argentinien, Australien, Chile, China, Indien, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Russland und Vietnam.

Projektskizzen bis Mitte August einreichen

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Landes- und Bundeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben, aber auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die ihren Sitz in Deutschland haben. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe sind dem Projektträger elektronisch Projektskizzen in englischer Sprache bis 17. August 2020 über das Internet-Portal Bioökonomie International vorzulegen. Ansprechpartner beim zuständigen Projektträger Jülich sind Veronika Jablonowski und Christian Breuer.

 

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