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19.05.2020

Zuse-Institute gründen Cluster Bioökonomie

In einem neuen Cluster Bioökonomie bündeln 15 Institute der Zuse-Gemeinschaft ihre Aktivitäten, um die Industrieforschung für eine biobasierte Wirtschaft zu forcieren.

Zuse-Cluster Bioökonomie
Die Zuse-Gemeinschaft möchte mit der Bildung des Clusters Bioökonomie 15 ihrer Forschungseinrichtungen besser vernetzen und biobasierte Lösungen für viele Bereiche schaffen.
Quelle: 
DECHEMA-Forschungsinstitut / Stefan Streit Fotografie

Die Zuse-Gemeinschaft als Zusammenschluss privatwirtschaftlicher Forschungseinrichtungen will sich stärker auf angewandte Bioökonomie-Forschung konzentrieren. Dazu hat die Industrieforschungsgemeinschaft nun den Cluster Bioökonomie gegründet, dem zunächst 15 der 75 Institute angehören. „Wir leben in einer Welt begrenzter Ressourcen und unausgeschöpfter Möglichkeiten“, begründete der Präsident der Zuse-Gemeinschaft Martin Bastian die Entscheidung.

Orientiert an Deutschlands Bioökonomiestrategie

Thematisch soll sich der neue Cluster an der Struktur orientieren, die die Nationale Bioökonomiestrategie der Bundesregierung vorgibt: biologisches Wissen, innovative Technologien, biogene Rohstoffbasis und Kreislaufwirtschaft sowie Nachhaltigkeitsbewertungen und Rückverfolgbarkeit. Konkret benennt das Leitbild des neuen Clusters die Themen Agrar, Ernährung, Bauen, Textilien, Energie, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Gesundheit, Konsumprodukte, Industrieprodukte, Ressourcenschutz, Recycling, Logistik und Mobilität.

Vernetzung und Fokussierung

Die Clusterbildung soll dazu beitragen, die Mitgliedsinstitute der Zuse-Gemeinschaft zu den Themen der Bioökonomie inhaltlich und organisatorisch stärker zu vernetzen, die Schwerpunktsetzungen in diese Richtung zu verschieben und nach außen die Sichtbarkeit der Bioökonomieforschung in der Zuse-Gemeinschaft zu erhöhen. „Im Cluster Bioökonomie bringen Institute der Zuse-Gemeinschaft ihr Wissen der Biologie und ihre Ideen für biobasierte Technologien und Produkte zusammen“, resümiert Cluster-Koordinator Jens Schrader vom DECHEMA-Forschungsinstitut in Frankfurt am Main den neuen Ansatz. So schaffe man wertvolle Synergien und präsentiere sich als „starke Gemeinschaft in diesem Zukunftsfeld“.

Forschung für den Mittelstand

„Im Zuge der aktuellen, durch Corona bedingten Wirtschaftskrise ergibt sich für die deutsche Industrie die Chance und Notwendigkeit, verstärkt auf Innovationen zu setzen“, betonte Bastian. Traditionell fokussiert sich die Zuse-Gemeinschaft auf anwendungsorientierte Forschung für den Mittelstand. Auch im Bereich der Bioökonomie sollen die praxisorientierten Innovationen aus der Zuse-Gemeinschaft Unternehmen aus Deutschland helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen. Im Blick hat der Cluster neben biobasierten Technologien und Produkten auch Dienstleistungen.

bl

Cluster Bioökonomie der Zuse-Gemeinschaft im Überblick

DECHEMA Forschungsinstitut (DFI) • Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) • Deutsches Textilforschungszentrum Nord-West e.V. (DTNW) • Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen gGmbH (FILK) • Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH • Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte (IASP) • Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) • ITW e.V. - Chemnitz Institut für innovative Technologien NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen • Optotransmitter-Umweltschutz-Technologie (OUT e.V.) • PFI - Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. • Papiertechnische Stiftung (PTS) • RIF - Institut für Forschung und Transfer e.V. • SKZ - Das Kunststoff-Zentrum (FSKZ e.V.) • STFI - Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. • TFI – Institut für Bodensysteme an der Universität Aachen

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