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31.05.2018

Potenziale von Biofabriken ausschöpfen

Die Bundesforschungsministerium hat eine neue Fördermaßnahme gestartet, um das Potenzial von Mikroben und Enzymen für die industrielle Bioökonomie voll auszuschöpfen.

 

Neben Mikroorganismen  können auch Tomaten als Biofabriken genutzt werden, um beispielsweise Wirkstoffe für Arzneimittel zu produzieren.
Neben Mikroorganismen können auch Tomaten als Biofabriken genutzt werden, um beispielsweise Wirkstoffe für Arzneimittel zu produzieren.
Quelle: 
Pixabay

Viele biotechnologische Verfahren nutzen bereits heute Mikroorganismen oder Enzyme zur Herstellung einer Vielzahl von Produkten. Mit ihrer Hilfe entstehen beispielsweise Medikamente, aber auch Waschmittel und neue Katalysatoren, um Produktionsverfahren wie etwa in der chemischen Industrie nachhaltiger zu machen. Für die Bioökonomie sind diese Biofabriken daher von entscheidender Bedeutung. Derzeit wird aber nur ein Bruchteil jener Möglichkeiten genutzt, die solche Organismen und deren Stoffwechselleistungen tatsächlich bieten. Auf Grund ihrer Bedeutung für die industrielle Bioökonomie hat das Bundesforschungsministerium im Rahmen der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" ein neues Förderpaket geschnürt, um das Potenzial der Biofabriken voll auszuschöpfen und deren Einsatzmöglichkeiten auszudehnen.

Neuartige Plattformorganismen für die Bioökonomie

Im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Mikrobielle Biofabriken für die industrielle Bioökonomie - Neuartige Plattformorganismen für innovative Produkte und nachhaltige Bioprozesse"  sollen neue, robuste und vielseitig anwendbare Mikroorganismen für die industrielle Biotechnologie identifiziert und zu Plattformorganismen weiterentwickelt werden. Ziel ist es, auf diese Weise die Produktion neuer, biobasierter Produkte voranzutreiben, neuartige Substrate nutzbar zu machen oder auch existierende Bioprozesse noch effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Breites Anwendungsspektrum fokussieren

Gefördert werden beispielsweise Projekte zur Entwicklung von Hochdurchsatz-Screening-Methoden, innovative Verfahrens- und Kultivierungskonzept sowie Ansätze zur Identifizierung, Charakterisierung und genetischen Optimierung der Mikroorganismen für die industrielle Nutzung. Idealerweise adressieren die Projekte ein breites Anwendungsspektrum der neuen Organismen und Technologien oder versuchen, Probleme bestehende biotechnologischer Prozesse zu lösen. Die Vorhaben können sowohl grundlagennah als auch anwendungsorientiert sein, müssen aber das Potenzial für eine industrielle Anwendung haben.

Einsendeschluss für Projektskizzen August 2018

Antragsberechtigt sind Hochschulen aber auch außerhochschulische Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Ihnen wird eine Unterstützung bis zu 100% gewährt. Unternehmen und wirtschaftlich tätige Forschungseinrichtungen können eine Förderung von bis zu 50% erhalten. Einzel- sowie Verbundvorhaben können ihre Förderanträge bis 20. August 2018 über das Portal easy-Online des BMBF einreichen. Mit der Ausführung des Fördervorhabens wurde der Projektträger Jülich beauftragt. 

bb

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