Berlin: Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie

Berlin: Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie

Auf einem Statusseminar der BMBF-Fördermaßnahme „Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie“ präsentierten Forschungsverbünde ihre vielfältigen Ansätze zur Entwicklung biohybrider Technologien.

Zukunftstechnologien Statusseminar

Im Rahmen seiner Bioökonomie-Forschungsförderung möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Biotechnologie mit anderen vielversprechenden Zukunftsfeldern verbinden. Dazu zählen Künstliche Intelligenz, Robotik, Nanotechnologie, Informatik oder Ingenieurswissenschaften. Denn Innovationen und disruptive Entwicklungen entstehen immer häufiger an der Grenze der Disziplinen. Daher hat das BMBF im Jahr 2020 die Fördermaßnahme „Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie” mit dem Schwerpunkt biohybride Technologien auf den Weg gebracht.

Am 17. Oktober 2023 trafen sich rund 70 Akteure aus den Forschungsverbünden der vom Projektträger Jülich (PtJ) betreuten Fördermaßnahme zum Statusseminar in den Räumen des Spielfeld Digital Hub in Berlin-Kreuzberg. Gemeinsam mit dem PtJ hatte die Informationsplattform bioökonomie.de die Veranstaltung organisiert.

Vielfältige Ansätze für biohybride Technologien

Im Statusseminar stellten die neun Verbünde ihre Ergebnisse vor und nutzten die Möglichkeit, sich weit über Fachgrenzen hinaus zu vernetzen. Die Verbünde vereinen in ihren Projekten unterschiedliche Expertisen in interdisziplinären Forschungskonsortien. Während des Statusseminars zeigten sie, wie vielfältig der Beitrag biohybrider Technologien zu einer ressourceneffizienten, klimaneutralen Industrie sein kann – von neuen biokatalytischen Verfahren über Biosensoren bis hin zu Ansätzen des Recyclings. Unter den Projekten, die sich in Berlin mit Vortrag und Postern präsentierten, waren electraDetouch, PepTigth und SynHydro3, die wir auf bioökonomie.de bereits näher vorgestellt haben.

Biologische Funktionalitäten auf Materialien aufbringen

Mitbeteiligt war auch das Kompetenzzentrum zur Biologischen Transformation der Materialwissenschaft und Produktionstechnik, kurz Bio4MatPro. Das Innovationsnetzwerk bündelt die Expertise von Unternehmen und Forschungspartnern, um hochwertige Produkte zu entwickeln, indem biologische Funktionalitäten und bioinspirierte Prinzipien in und auf Materialien aufgebracht werden. Bio4MatPro ist Teil der Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier.

PtJ/pg