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18.07.2019

Genscheren: Sicht der Verbraucher gefragt

Das Bundesinstitut für Risikobewertung lädt Bürgerinnen und Bürger zu einer Verbraucherkonferenz ein, um den Einsatz von Genome Editing in Medizin und Landwirtschaft zu diskutieren.

Verbraucherkonferenz Genome Editing
Bürgerinnen und Bürger ohne jegliche Vorkenntnisse sind eingeladen, mehr über Genome Editing zu erfahren und zu debattieren.
Quelle: 
Rawpixel/istockphoto.com

Genscheren wie das molekularbiologische Werkzeug namens CRISPR-Cas erlauben es, den Erbgutcode an bestimmten Stellen gezielt und präzise zu bearbeiten und zu verändern. Das sogenannte Genome Editing schafft neue Möglichkeiten für die Tier- und Pflanzenzucht, aber auch für die Medizin: Aromatische und zugleich haltbare Tomaten. Weizen, der Hitze und Trockenheit trotzt. Gentherapie zur Heilung vererbter Krankheiten. Körpereigene Abwehrzellen, die Krebs bekämpfen. Das sind nur vier Beispiele für den Einsatz der Genscheren.

Aber welche Risiken gibt es? Wo sind die Grenzen? Was muss die Gesellschaft bedenken, wenn sie sich auf die neuen Methoden der Biotechnik einlässt? Diese und viele weitere Fragen können Bürgerinnen und Bürger bei der Verbraucherkonferenz des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zum Genome Editing debattieren.

Keinerlei Vorkenntnisse nötig

„Es steht für mich außer Frage, dass die neuartigen Verfahren der Genchirurgie eine wissenschaftliche Revolution darstellen – mit weitreichenden Folgen für den Alltag “, sagt BfR-Präsident Andreas Hensel. „Deshalb ist es für die Bewertungsarbeit des BfR sehr wichtig zu verstehen, wie Verbraucher dieses Thema wahrnehmen – ihre Anregungen, Ideen und Kritik sind uns höchst willkommen.“

Bis zum 28. Juli 2019 können sich Interessierte für die Verbraucherkonferenz im Raum Berlin mit drei Wochenendterminen im August und September anmelden. Für die Teilnahme sind keinerlei Vorkenntnisse zum Thema notwendig. Zusätzlich zur Übernahme der Kosten für Reise und Unterkunft erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Verbraucherkonferenz eine Aufwandsentschädigung von 500 Euro.

Verbraucherkonferenz Genome Editing

Mehr zur Verbraucherkonferenz Genome Editing im Bereich Ernährung und menschliche Gesundheit, mehr zu den drei Wochenendterminen und die Möglichkeit zur Bewerbung finden sich auf der Website des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Thematische Vorkenntnisse sind ausdrücklich nicht notwendig.

Drei Wochenenden im Raum Berlin

Die Verbraucherkonferenz besteht aus drei Teilen. An zwei Vorbereitungswochenenden (10. /11. August sowie 31. August /1. September) lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich kennen und erhalten eine Einführung zu den wissenschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Aspekten des Genome Editing. Bei der dreitägigen Veranstaltung inklusive Abschlusskonferenz vom 28. bis 30. September werden zunächst Fragen aus dem Kreis der Verbraucher an eine ausgewählte Expertengruppe gestellt. Danach wird ein Verbrauchervotum formuliert, das zum Abschluss öffentlich an Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft überreicht wird.

pg

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