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13.09.2018

Flugzeugflügel aus Spinnenseide

Airbus wird künftig mit dem Martinsrieder Unternehmen AMSilk kooperieren. Aus dessen Biotech-Fasern aus Spinnenseideprotein wird ein neuer Verbundstoff für die Luft-und Raumfahrt entwickelt.

In den letzten Jahren setzte die Luft- und Raumfahrtindustrie verstärkt Carbonfaser-Verbundwerkstoffe ein, um Gewicht zu reduzieren und Kraftstoff zu sparen.
Quelle: 
Pixabay

Kosmetik- und Textilindustrie, aber auch Medizinprodukte-Hersteller nutzen bereits die Seiden-Biopolymere von AMSilk. Mit dem europäischen Flugzeughersteller Airbus konnte das Biotechnologie-Unternehmen aus Martinsried nun einen weiteren Großkunden für seine künstlich erzeugten Spinnenseiden-Fasern gewinnen. Beide Unternehmen haben soeben ihre Partnerschaft mit einem Kooperationsvertrag besiegelt und damit eine neue Ära in der Luft-und Raumfahrttechnik eingeläutet. „Wir bei AMSilk haben uns zum Ziel gesetzt, Materialien zu produzieren, die sowohl leistungsstark als auch nachhaltig sind. Die derzeitige Partnerschaft mit Airbus ist eine Chance, einen neuen, stärkeren und nachhaltigeren Kurs für die gesamte Luft- und Raumfahrtindustrie zu setzen“, sagt Jens Klein, CEO von AMSilk.

Neuer Verbundwerkstoff mit Biosteel-Fasern

Ziel des Bündnisses ist es, auf Basis der von AMSilk hergestellten Faser namens Biosteel einen neuen Verbundwerkstoff zu entwickeln, der Flugzeuge leichter macht, wodurch diese weniger Treibstoff benötigen. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen daher die Möglichkeiten der neuartigen Faser hinsichtlich eines neuen Designs und der Konstruktion von Flugzeugen ausgelotet werden.

Flugzeuge leichter und sparsamer machen

Die Kooperation läuft zunächst bis Ende 2019. Dann soll bereits ein Prototyp des neuen Verbundwerkstoffes präsentiert werden. Das mit der Biosteel-Fasertechnologie von AMSilk hergestellte Material könnte eine Alternative zu den Carbonfaser-Verbundwerkstoffen sein, welche immer öfter zum Bau von Rumpf und Flügeln bei Flugzeugen eingesetzt werden, um Gewicht zu reduzieren.

Die Biosteel-Faser ist für den Leichtbau bestens geeignet. Sie ist flexibel, extrem belastbar und könnte wiederholten Stößen problemlos standhalten. Damit würden sich auch Reparaturzeiten reduzieren, sodass Flugzeuge schneller wieder abheben können.

bb 

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