Glossar

Newsletter

Link versenden
Anzahl der Suchergebnisse: 59
Monitoring

Unter Monitoring versteht man das systematische Erfassen, Messen und Beobachten eines Prozesses mithilfe geeigneter Werkzeuge. Zentrale Werkzeuge für ein Monitoring sind Indikatoren – Messgrößen, die empirische Daten zusammenfassen.

Nachhaltigkeit

Konzept einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Eine nachhaltige Entwicklung befriedigt die Bedürfnisse der Gegenwart, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre 
Bedürfnisse nicht befriedigen können. Das Bewirtschaftungsprinzip Nachhaltigkeit, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann, wird in der Forstwirtschaft bereits seit Jahrhunderten angewandt. Das Zieldreieck der Nachhaltigkeit besteht aus Umwelt, Wirtschaft und Sozialem, wobei die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen in globaler Perspektive und ein Leben in Würde für alle eine gleichermaßen geltende Grenze darstellt.

Nachhaltigkeitsziele

Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2015 mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung die UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) beschlossen. Die Agenda 2030 formuliert 17 Leitziele für eine nachhaltige globale Entwicklung und umfasst dabei ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Es handelt sich um universelle Ziele, deren Umsetzung auf nationaler Ebene vorangetrieben werden soll, die aber nicht legal verbindlich sind. In Deutschland ist dafür die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung maßgeblich.

Die Bioökonomie adressiert zahlreiche Teilaspekte der UN-Nachhaltigkeitsziele. Besonders hervorzuheben sind die erwarteten Beiträge zu SDG 2 „Kein Hunger“, SDG 3 „Gesundheit und Wohlergehen“, SDG 6 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“, SDG 7 „Bezahlbare und saubere Energie“, SDG 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“, SDG 9 „Industrie, Innovation und Infrastruktur“, SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“,  SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“, SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“, SDG 14 „Leben unter Wasser“ sowie zu SDG 15 „Leben an Land“.

 

Nachwachsende Rohstoffe

land- und forstwirtschaftliche Produkte, die nicht als Nahrungs- oder Futtermittel, sondern als Rohstoff für industrielle Produkte oder zum Erzeugen von Energie eingesetzt werden.

Nuklease

Enzym, das Nukleinsäuren (DNA und RNA) abbaut oder zerschneidet.

Nukleotid

Das Nukleotid ist der Grundbaustein der Nukleinsäuren DNA und RNA. Es besteht aus einer Base, einem Zuckerrest und drei Phosphatresten. Unter Abspaltung von zwei Phosphatresten werden bei der DNA- bzw. RNA-Synthese Nukleotide über eine Phosphodiesterbindung miteinander verknüpft.

PET

Polyethylenterephthalat, ist ein thermoplastischer Kunststoff. Das Polymer besteht aus den Einzelbausteinen Monoethylenglycol (30%) und Terephtalsäure (70%).

Phänotyp

Der Phänotyp ist die Gesamtheit aller äußerlich feststellbaren und physiologischen Merkmale eines Individuums.

Phänotypisierung

Vermessung von Schlüsselfunktionen und Strukturen von Organismen und biologischen Systemen und den zugrunde liegenden physiologischen, molekularen und genetischen Ursachen.

PLA

Polylactid, ein nicht natürlich vorkommender Biokunststoff aus polymerisierter Milchsäure. Wird über eine mehrstufige Synthese aus Zucker hergestellt. PLA ist in industriellen Kompostieranlagen biologisch abbaubar.

Präzisions-Landwirtschaft

Landwirtschaft auf der Basis modernster Technik, verbindet Sensoren, Systeme der Informationsverarbeitung und Automationstechniken mit dem Ziel, die Produktion von Lebensmitteln an örtliche Unterschiede des Agrarökosystems anzupassen und  zu optimieren.

Präzisionszüchtung (Smart Breeding)

Züchtungsverfahren, das sich auf molekulardiagnostische Werkzeuge und DNA-Analysen stützt. Per Erbgut-Check lässt sich wesentlich schneller im Züchtungsprozess erkennen, ob eine Pflanze oder ein Tier interessante Merkmale im Erbgut trägt oder nicht und erlaubt so eine entsprechende Auswahl.

Produktionsorganismen

Zellen oder Lebewesen, die für die Herstellung von biobasierten Produkten im industriellen Maßstab optimiert wurden. In biotechnologischen Produktionsverfahren werden meistens Bakterien, Hefen, Schimmelpilze oder Zellkulturen als lebende Fabriken für bestimmte Naturstoffe, Chemikalien oder pharmazeutischen Wirkstoffe genutzt.

Proteine

Eiweißmoleküle, die in Zellen alle wichtigen biologischen Funktionen übernehmen. Proteine - insbesondere die Enzyme – sind die Leistungsträger des Stoffwechsels. Proteine sind dreidimensional gefaltete Ketten, die aus Aminosäuren als molekulare Bausteine bestehen.

Spezialchemikalien

Spezialchemikalien weisen einen hohen Funktionalisierungsgrad auf. Weltweit werden davon Tonnagen von weniger als 10.000 Tonnen pro Jahr hergestellt.

transgen

ein Organismus ist transgen, wenn ihm artfremde DNA-Sequenzen übertragen wurden.

transgenfrei

ein Organismus ist transgenfrei, wenn er keine artfremde DNA in seinem Genom enthält.

Wald

Wald ist ein Ökosystem mit einer Vegetation, die von Bäumen geprägt ist und dessen Fläche so groß ist, dass sich ein charakteristisches Waldklima ausbildet. So vielfältig die Wälder auf der Welt, so vielfältig sind die Definitionen. Rechtlich gesehen ist es jede mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche. In Deutschland gilt eine Fläche, die 0,1 Hektar groß und 10 Meter breit ist, als Wald.

 

 

Züchtung

künstliche Auswahl (Selektion) und kontrollierte Fortpflanzung von Individuen, die bestimmte gewünschte Merkmale aufweisen. Damit sollen diese Merkmale verstärkt werden und unerwünschte Merkmale unterdrückt werden.

Back to top of page