Thünen-Institut (2021): Waldzustandsbericht 2020

Thünen-Institut (2021): Waldzustandsbericht 2020

Dem deutschen Wald geht es so schlecht wie seit 1984 nicht. Das geht aus dem aktuellen Waldzustandsbericht hervor. Schwer zugesetzt haben dem Wald demnach die Dürre der vergangenen Jahre, Stürme und Schädlinge – allen voran der Borkenkäfer.

 

 

Besorgniserregender Zustand des Waldes, Schäden durch Sturm, Dürre, Schädlinge

Die Schäden in deutschen Wäldern haben im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Entsprechende Probleme fanden die Wissenschaftler des Thünen-Instituts bei 79 Prozent der Fichten, jeweils 80 Prozent der Eichen und Kiefern sowie 89 Prozent der Buchen. Laut Waldzustandsbericht 2020 beträgt der Anteil der Bäume mit intakten Kronen lediglich 21 Prozent – das ist schlechteste Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984.

Gleichzeitig ist der Anteil der Bäume, die seit der letzten Erhebung abgestorben sind, gestiegen. Vor allem ältere Bäume über 60 Jahre sind vom Absterben bedroht, heißt es in dem Bericht, doch auch die jüngeren Bäume zeigen einen negativen Trend. Die Fläche, die derzeit potenziell wieder aufgeforstet werden müsste, beträgt 277.000 Hektar.

In Deutschland ist ein Drittel der Landesfläche mit Wald bedeckt. Die häufigsten Baumarten sind Nadelbäume wie Fichte (25 Prozent) und Kiefer (23 Prozent). Erst dann folgen die Laubbäume Buche (16 Prozent) und Eiche (11 Prozent). Besonders bei Fichten und Buchen hat die Kronenverlichtung 2020 zugenommen.