Bioökonomie

wissensbasierte Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Systeme, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Das Ziel ist eine biobasierte, an natürlichen Stoffkreisläufen orientierte, nachhaltige Wirtschaftsform.

Biokatalysator

Biokatalysatoren sind Biomoleküle, die biochemische Reaktionen in Organismen beschleunigen oder verlangsamen, indem sie die Aktivierungsenergie der Reaktionen herab- oder (seltener) heraufsetzen. Sie gehen selbst unverändert aus den Reaktionen hervor und können somit viele Reaktionszyklen hintereinander katalysieren. Enzyme sind in Lebewesen die wichtigsten Biokatalysatoren.

Bioenergie

Bioenergie wird aus Biomasse als Rohstoff gewonnen. Biomasse ist ein erneuerbarer Energieträger, mit dessen Hilfe Strom, Wärme und Kraftstoffe erzeugt werden kann.

Aquaponik

Aquaponik bezeichnet ein Verfahren, das Techniken der Aquakultur und der Kultivierung von Nutzpflanzen in Hydrokultur in einem Wasser- und Nährstoffkreislaufsystem verbindet. Es handelt sich um eine sogenannte integrierte Aquakultur, bei der das Wasser aus der Fischhaltung aufbereitet und wiederverwendet wird, um angebaute Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen.

Estland

Mit 1,3 Millionen Einwohnern und einer Fläche von rund 45.000 Quadratkilometern ist Estland das kleinste der drei baltischen Länder. Besonders die Land- und Forstwirtschaft sind als Sektoren für die Bioökonomie von Bedeutung. Aktuell wird geschätzt, dass ihr 30 % der estnischen Wirtschaft zuzuschreiben sind. Estland gehört mit seinem hohen Waldanteil von über 50 % zu den vier waldreichsten Ländern der EU, was zu einem erheblichen Holzexport führt.