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19.04.2016

Mikroben als CO2-Verwerter: Brain und Südzucker bauen aus

Das Biotechnologie-Unternehmen Brain und die Südzucker AG haben ihre Zusammenarbeit zur mikrobiellen Verwertung von Kohlenstoffdioxid ausgeweitet.

Brain und die Südzucker AG haben ihre Zusammenarbeit zur mikrobiellen Verwertung von Kohlenstoffdioxid ausgebaut.
Brain und die Südzucker AG haben ihre Zusammenarbeit zur mikrobiellen Verwertung von Kohlenstoffdioxid ausgebaut.

Die beiden börsennotierten Unternehmen Brain AG und Südzucker AG arbeiten im Rahmen einer durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) co-finanzierten Industrieallianz an Projekten, in denen Mikroorganismen Kohlenstoffdioxid verwerten. Nun wollen die Unternehmen ihre Zusammenarbeit vertiefen. Geplant ist der Bau einer ersten Technikumsanlage am Bioethanol-Standort in Zeitz.

Ein Ziel der  ist es, das bei der Herstellung von Bioethanol entstehende Kohlendioxid einer stofflichen Nutzung zuzuführen. In den bisherigen Arbeiten ist es den beiden Partnern gelungen, einen dafür geeigneten zweistufigen Prozess im Labormaßstab zu entwickeln. „Auf Basis des erfolgreich etablierten Laborverfahrens wollen wir nun zusammen mit unserem strategischen Partner Südzucker in der Phase 2 der ZeroCarbFP eine erste Technikumsanlage an der bestehenden Bioethanol-Produktionsanlage in Zeitz etablieren und so Wege für eine nachhaltige stoffliche Nutzung von Nebenströmen legen“, sagt Jürgen Eck, Vorstand der Brain AG.

Hohe Kohlenstoffdioxid-Fixierungsraten

Im sachsen-anhaltinischen Zeitz betreibt ein Tochterunternehmen der Südzucker AG eine der größten Bioethanol-Produktionsanlagen Europas. Der Mikrobiologe Jörg Mampel, der das Projekt bei Brain koordiniert, sieht in dem neuen Verfahren einen großen Fortschritt: „Die im Vergleich zu alternativen Prozessen niedrige Temperatur des Kohlenstoffdioxid-Gases ermöglicht eine deutlich effektivere Substratbereitstellung. Entsprechend hohe Kohlenstoffdioxid-Fixierungsraten der Mikroorganismen der ersten Stufe konnten erreicht werden.“  Fermentativ werden Mono- und Dicarbonsäuren aus den kohlenstoffhaltigen industriellen Abfallströmen hergestellt. Sie könnten als Spezialitäten-Produkt der bislang von fossilen Rohstoffen abhängigen Plastikindustrie zugeführt werden. Die im Jahr 2013 gestartete ZeroCarbFP-Allianz aus derzeit sechs Industriepartnern und fünf akademischen Partnern wird vom Wasserwirtschaftsverband .

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