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21.12.2017

Visionen der Bioökonomie gesucht

Studierende aus der ganzen Welt sind aufgerufen, für einen Kunstwettbewerb ihre Visionen für die Bioökonomie zu entwerfen. Auf dem Weltgipfel in Berlin werden die Besten vorgestellt.

Kunst-und Designstudenten sind aufgerufen, ihre Visionen der Bioökonomie von Morgen zu entwerfen.
Studenten sollen ihre Visionen der Bioökonomie von Morgen in einem Kunstwettbewerb einbringen.
Quelle: 
Pixabay

Mehr als zwei Jahre ist es her, als internationale und nationale Akteure aus Politik und Wissenschaft beim „Global Bioeconomy Summit“ (GBS) erstmals gemeinsam über die weltweite Bedeutung der Bioökonomie debattierten. Mehr als 700 Gäste aus 82 Länder kamen nach Berlin, um im Rahmen des zweitägigen Treffens über zentrale Themen wie Klimaschutz, Dekarbonisierung und den Kampf gegen den Hunger zu diskutieren. Im Ergebnis des ersten Weltgipfels zur Bioökonomie wurde ein Abschluss-Communiqué zu fünf Prioritäten einer internationalen politischen Agenda auf dem Weg in die biobasierte Wirtschaft verabschiedet. Die Veranstaltung wurde vom Bioökonomierat organisiert und von der Bundesregierung unterstützt.

Mit Studenten die Bioökonomie von Morgen gestalten

Vom 19. bis 20. April 2018 findet nun in der Berlin zum zweiten Mal der Global Bioeconomy Summit statt. Dieses Mal will der Kongress der jungen Generation eine Bühne für ihre Zukunftsvisionen bieten. Mit der „Bioeconomy Art Competition“ hat der Bioökonomierat Mitte Dezember den Kreativwettbewerb gestartet. Junge, kreative Menschen aus der ganzen Welt sollen motiviert werden, ihre Ideen einer zukünftigen Bioökonomie darzustellen. 

Der Grund: Die Bioökonomie wurde bisher hauptsächlich von Forschern und politischen Entscheidungsträgern als Vision oder Konzept beschrieben. Erzählungen und Visualisierungen darüber, wie die zukünftige Bioökonomie aussieht, müssen noch entwickelt werden. Diese Bilder oder visuellen Definitionen sind dem Rat zufolge wichtig, um Emotionen und Visionen der Bioökonomie zu vermitteln und öffentliche Dialoge zu führen. „So entstand die Idee, Hochschulen anzusprechen, um mit Studenten zusammen zu arbeiten“, sagt  Jurymitglied und Professor für Illustration an der University of Applied Sciences Europe in Berlin, Hans Baltzer, im Gespräch mit bioökonomie.de.

Zukunftsvisionen mit Bildern und Comics vermitteln

Studierende, die sich für das Thema interessieren, sind daher aufgerufen, ihre Illustrationen zur Bioökonomie von Morgen bis zum 31. Januar 2018 an das Gremium online zu senden. Neben Zukunftsvisionen zur Bioökonomie geht es um Ideen, die Fragen aufgreifen, wie die Bewerber selbst in Zukunft leben wollen, wie die Bioökonomie dazu aber auch zur Bewältigung der globalen Herausforderungen im direkten Lebensumfeld des Bewerbers beitragen könnte. „Die Illustrationen können weit gefächert sein. Die Bilder sollen vor allem Geschichten erzählen. Das können Zeichnungen, Skizzen aber auch Comics sein“, sagt Baltzer.

Die besten drei sind beim GBS dabei

Eine Jury wird die eingereichten Vorschläge prüfen. Die drei besten Beiträge erhalten dann die Gelegenheit ihre Ideen beim Weltgipfel im April 2018 vorzustellen. „Es geht vor allem darum, diese Ansätze einem internationalem Fachpublikum zu präsentieren und damit andere Gespräche zu provozieren“, sagt Baltzer.

Bewusstsein zur Bioökonomie schärfen

Der Experte für Illustrationen ist überzeugt: Mithilfe der Kunst kann das Bewusstsein der jungen Generation für die Bioökonomie weiter geschärft werden. „Zu Beginn jedes Wandels steht ein Gedanke. Und da kommt die Kunst ins Spiel.“

bb

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