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26.09.2019

Polnischer Konzern setzt auf Cellulose-Ethanol

Der Spezialchemiekonzern Clariant hat mit dem polnischen Mineralölkonzern PKN Orlen einen zweiten Lizenznehmer für seine Bioraffinerie-Technologie gewonnen.

Cellulose-Ethanol kann aus Weizen- oder Maisstroh hergestellt werden.
Cellulose-Ethanol kann aus Weizen- oder Maisstroh hergestellt werden.
Quelle: 
Manfred Richter/Pixabay; CC0

Die zweite Generation der Biokraftstoffe wird aus Agrar-Reststoffen hergestellt, etwa Getreidestroh oder Chinaschilf. Der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant AG hat dazu die sunliquid-Technologie entwickelt, ein biotechnologisches Verfahren, bei dem aus pflanzlichen Reststoffen Cellulose-Ethanol hergestellt werden kann. Im bayerischen Straubing betreibt Clariant eine Demonstrationsanlage der Lignocellulose-Bioraffinerie. Mit dem vor allem in Mitteleuropa starken Mineralölkonzern PKN Orlen hat diese Technologie nun einen zweiten Lizenznehmer gefunden. Der erste war im Jahr 2017 das slowakische Unternehmen Enviral.

Gute Wirtschaftlichkeit

„Wir freuen uns sehr über diese Lizenzvereinbarung, die Beleg ist für das nachhaltige Interesse an unserer sunliquid-Technologie zur Produktion von Cellulose-Ethanol“, sagte Clariant Chief Operating Officer Hans Bohnen. Die sunliquid-Technologie integriere die Produktion von rohstoff- und prozessspezifischen Enzymen und gewährleiste durch die gleichzeitige Fermentation sogenannter Pentosen und Hexosen eine gute Wirtschaftlichkeit.

Jährliche Produktion von 25.000 Tonnen

„Wir investieren in moderne Technologien und konzentrieren uns auf margenstarke Produkte, da diese entscheidend sein werden, um unsere führende Position in der Region in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten“, begründet Daniel Obajtek aus dem Vorstand von PKN Orlen die Lizenznahme. Zudem hebt er hervor: „Gleichzeitig vergessen wir unsere soziale Verantwortung als Unternehmen nicht und setzen auf Lösungen, die die Auswirkungen auf unsere Umwelt deutlich reduzieren.“ Das neue Werk soll im polnischen Jedlicze entstehen, wo es an eine bestehende Erdölraffinerie angebunden werden soll. Geplant ist eine jährliche Produktionsleistung von 25.000 Tonnen Cellulose-Ethanol. In Westeuropa ist der Orlen-Konzern vor allem durch die Tankstellenkette „Star“ bekannt“.

bl

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