Bauzaun-Ausstellung: Bioökonomie findet Stadt

Bauzaun-Ausstellung: Bioökonomie findet Stadt

Die Ausstellung „Bioökonomie findet Stadt" ist ein Wissenschaftsjahr-Projekt. Die Initiative startet am 17. Mai in Potsdam. Acht weitere Städte folgen.

Die Bauzaun-Ausstellung gibt Passanten im Vorbeigehen spannende Einblicke in die Themen Bioökonomie und Innovationsforschung.
Die Bauzaun-Ausstellung gibt Passanten im Vorbeigehen spannende Einblicke in die Themen Bioökonomie und Innovationsforschung.

Bauzäune prägen vielerorts das Bild der Städte. Im Rahmen des Wissenschaftsjahres zur Bioökonomie wird diesen ansonsten eher tristen Gestellen mit der Ausstellung „Bioökonomie findet Stadt“ nun neues Leben eingehaucht. Ab Mai wird die Open-Air-Ausstellung bundesweit an Bauzäunen in neun verschiedenen Wissenschaftsstädten zu sehen sein. Los geht's am 17. Mai 2021 in Potsdam. Hier wird das Areal gegenüber dem Bundesrechnungshof in der Dortustraße 32 zum Ausstellungsort für die Bioökonomie. Auch in Halle (Saale), Bochum, Bielefeld, Bremen, Karlsruhe, Oldenburg, Regensburg und Siegen werden mit Bannern verkleidete Bauzäune auf das Potenzial der Bioökonomie aufmerksam machen. Die Bauzaun-Initiative vom Verein proWissen ist eines von insgesamt 16 Projekten, das im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2020/21 – Bioökonomie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Bioökonomie im Vorbeigehen erleben

In Zeiten, wo Museen auf Grund der Pandemie geschlossen bleiben, bringt der Verein proWissen gemeinsam mit „science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation“ die Ausstellung direkt zu den Menschen in die Stadt. Mit der Bauzaun-Aktion will das Projekt vor allem eines: Passanten im Vorbeigehen bioökonomische Innovationen näherbringen und damit zufällige Begegnungen mit Forschungsprojekten ermöglichen und so neue Zielgruppen ansprechen.

Spannende Einblicke in Forschungsprojekte

Auf großen Bannern werden insgesamt zehn Forschungsprojekte aus den jeweils neun Wissenschaftsstädten präsentiert, die gleichzeitig Mitglieder im Strategiekreis „Wissenschaft in der Stadt!“ (WISTA) sind. Potsdam ist gleich mit zwei Projekten vertreten: So stellt das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) das Projekt „Go-Grass“ vor, das Gras als Rohstoffquelle für neue biobasierte Produkte etablieren will und so Dünger und Plastikverpackungen ersetzen könnte. Das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie – Institutsteil Bioanalytik & Bioprozesse (IZI-BB) verweist hingegen auf das Potenzial von Pilzen für neue Biokatalysatoren. Darüber hinaus zeigen Forschende, wie aus Mikroalgen neue Verpackungen entstehen, wie klimafreundliches Bauen mit nachhaltigen und biobasierten Materialien gelingen kann oder Upcycling-Ideen älteren Gebrauchsgegenständen ein neues Leben geben können.

Die Bauzaun-Ausstellung, die in den jeweiligen Orten bis Dezember präsent ist, wird zudem von zahlreichen Veranstaltungen rund um das Thema „Bioökonomie findet Stadt“ flankiert. Alle Events sind auch als digitale Städteporträts später im Internet auf der Webseite von „Wissenschaft in der Stadt“ noch einmal zu erleben. Nicht nur inhaltlich, sondern auch praktisch setzt das Projekt auf Nachhaltigkeit: Denn die Bauzaunbanner bestehen zu 100% aus recycelten PET-Flaschen und können nach der Ausstellung von Kunst-Projekten wiederverwertet werden.

bb