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25.04.2019

Humboldt-Forschungspreis für Öko-Statistiker

Der US-Forscher James S. Clark will in Deutschland das noch junge Feld der Biodiversitätsprognose voranbringen.

Prof. Dr. James S. Clark von der Duke University bei der feierlichen Verleihung des Humboldt-Forschungspreises in Bamberg.
Prof. Dr. James S. Clark von der Duke University bei der feierlichen Verleihung des Humboldt-Forschungspreises in Bamberg.
Quelle: 
Humboldt-Stiftung / Barthel Bamberg.

Der mit 60.000 Euro dotierte Humboldt-Forschungspreis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung lockt die besten Wissenschaftler ihrer Disziplinen nach Deutschland. Seit Kurzem darf sich auch der US-Forscher James S. Clark zu den Preisträgern zählen. Clark untersucht, wie globale Klimaveränderungen Tiere, Pflanzen und ganze Ökosysteme beeinflussen. Im Rahmen des Humboldt-Forschungspreises wird er dieses Thema nun bei Gastaufenthalten an der Universität Bayreuth in den kommenden Monaten vertiefen.

Statistik und Ökologie zusammenbringen

„Mit seinen Forschungsbeiträgen, die neueste Erkenntnisse und Methoden der Statistik auf Fragen des Klimawandels und der Biodiversität anwenden, hat sich James S. Clark international einen herausragenden Ruf erworben“, freut sich sein künftiger Bayreuther Gastgeber und Kollege Steven Higgins. Clark werde der ökologischen und umweltwissenschaftlichen Forschung an der Universität Bayreuth hochinteressante Impulse vermitteln können.

Entwicklung der Artenvielfalt prognostizieren

Der Forscher der Duke University hat sich international einen Ruf erworben, weil er Statistik und Ökologie in neuem Ausmaß zusammengebracht hat. Er arbeitet in einem interdisziplinären Team daran, komplexe Datensätze auszuwerten, um zu berechnen, wie sich die Artenvielfalt der Erde entwickeln wird. „Biodiversitätsprognose“ nennt sich dieses noch junge Forschungsfeld.

In Bayreuth wird es dabei um Südafrika gehen. Dort werden derzeit neue ökologische Beobachtungssysteme etabliert, deren Daten mit Clarks statistischen Methoden ausgewertet werden sollen. „Die fächerübergreifende Vernetzung im BayCEER, dem Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung, und die jahrzehntelangen Kooperationen im Bayreuther Afrikaschwerpunkt bieten für diesen innovativen Forschungsansatz beste Voraussetzungen“, betont Higgins.

bl

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