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04.06.2018

Bayer: Monsanto-Übernahme genehmigt

Die Mega-Fusion von Bayer und Monsanto ist auf der Zielgeraden: Das amerikanische Justizministerium hat die 62,5 Mrd. Dollar schwere Übernahme unter Auflagen genehmigt.

Mit dem Kauf von Monsanto wäre Bayer der weltgrößte Agrarchemie-Hersteller. In den Petrischalen lagert behandeltes Saatgut (Weizen, Zuckerrüben, Erbsen).
Die US-Kartellbehörden erlauben dem Bayer-Konzern die Übernahme des Saatgut- und Agrarchemie-Herstellers Monsanto.
Quelle: 
Bayer Crop Science

Vor zwei Jahren hatte der Chemiekonzern Bayer ankündigte, den US-Saatgutriesen Monsanto kaufen zu wollen. Die Übernahmepläne waren von Beginn an umstritten, da das Leverkusener Unternehmen mit dem Deal zum weltgrößten Agrarchemiekonzern aufsteigen würde. Mit 62,5 Mrd. Dollar wäre der Zukauf von Monsanto auch die größte Übernahme, die ein deutscher Konzern je getätigt hat. Nun hat Bayer die entscheidende Hürde auf dem Weg zur Fusion genommen: „Mit der Freigabe des Department of Justice stehen wir jetzt kurz vor dem Ziel, ein führendes Unternehmen der Agrarwirtschaft zu schaffen“, erklärte Bayer-Vorstand Werner Baumann. „Wir wollen Landwirten in aller Welt helfen, mehr und bessere Nahrungsmittel nachhaltiger zu produzieren.“

Fusion für Sommer 2018 erwartet

Am 29. Mai gab das US-Justizministerium (Department of Justice – DOJ) grünes Licht für den Mega-Deal. Die Wettbewerbshüter knüpften die lang erwartete Zustimmung allerdings an strenge Auflagen. So kann die Übernahme erst erfolgen, wenn Bayer bestimmte Geschäftsteile, die Monsanto ähneln,  an den Konkurrenten BASF abgegeben hat. In diesem Zusammenhang wollen die Leverkusener große Teile des Saatgutgeschäfts mit Feldkulturen wie Soja, Baumwolle und Raps sowie bestimmte Herbizide aus dem Geschäftsbereich Pflanzenschutz an den Konkurrenten verkaufen. Dieses Geschäft soll Bayer unterm Strich etwa 5,9 Mrd. Euro einbringen. Wie der Bayer-Konzern in einer Pressemitteilung verkündet, soll das BASF-Geschäft in etwa zwei Monaten abgeschlossen sein.

Verkauf an BASF von EU anerkannt

Mit der Zustimmung der amerikanischen Wettbewerbshüter hat Bayer die größte Hürde zur Fusion genommen. Mittlerweile liegen dem Unternehmen fast alle notwendigen Freigaben vor, darunter auch von Ländern wie Brasilien, Russland und China und der EU-Kommission. Auch die europäische Behörde hatte ihre Zustimmung im März an Auflagen gebunden. Die Vorgaben entsprechen denen der US-Justizbehörde. Die EU-Kommission hatte damals BASF als geeigneten Käufer für die zu veräußernden Geschäftsteile von Bayer anerkannt. Die Zusage wurde an den Verkauf des Saatgutgeschäfts von Bayer inklusive der damit verbundenen Forschung und Entwicklung geknüpft. Der Chemiekonzern rechnet damit, in Kürze auch die noch ausstehenden Genehmigungen für den Deal von Ländern wie Mexiko und Kanada zu erhalten.

bb

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