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12.07.2017

Aromastoffe aus Obstresten gewinnen

Mit 4,4 Mio. Euro fördert die hessische Landesregierung die biotechnologische Herstellung von Aromastoffen und funktionellen Inhaltstoffen aus Reststoffen aus Wein- und Obstanbau.

Aroma- und Inhaltsstoffe der schwarzen Johannisbeere stehen im Fokus eines neuen Forschungsprojektes.
Aroma- und Inhaltsstoffe der schwarzen Johannisbeere stehen im Fokus eines neuen Forschungsprojektes.
Quelle: 
Pixabay

Viele Aromastoffe und funktionellen Inhaltsstoffe stammen von Pflanzen und sind wegen ihrer gesundheitsfördernden Substanzen fester Bestandteil in Kosmetikprodukten, Arznei- und Lebensmitteln. Die Trauben der Schwarzen Johannisbeere werden beispielsweise neben ihren gesundheitsfördernden Polyphenolen auch wegen ihrer Aromen und ätherische Öle geschätzt. Im Projekt „AROMAplus“ – wollen Forscher unter der Leitung der Hochschule Geisenheim diese sekundären pflanzlichen Stoffwechselprodukte nun biotechnologisch mithilfe von Enzymen und Mikroorganismen gewinnen oder veredeln. Beim Anbau der Schwarzen Johannisbeere als auch von Wein fallen Pflanzenreste an, die in dem Projekt als biologischer Rohstoff genutzt werden sollen.

AROMAplus ist einer von sieben neuen Förderschwerpunkten, die im Rahmen der Hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) ab Januar 2018 für vier Jahre unterstützt werden. Knapp 4,4 Mio. Euro stehen der Hochschule Geisenheim für das  Vorhaben „AROMAplus – Von pflanzlichen Rohstoffen zur mikrobiologischen Produktion – Aroma und funktionelle Inhaltsstoffe aus Reben und Obst“ zur Verfügung.

Schlüsselenzymen auf der Spur

In dem über vier Jahre dauernden Projekt wollen Wissenschaftler vor allem ihre Kenntnisse über die Regulation von Schlüsselenzymen der Synthesewege von Mikroorganismen vertiefen, um das Wissen für die Herstellung neuer gewünschten Naturstoffe nutzen zu können. Dabei soll auch geklärt werden, wie der Schutzmechanismen der Zellen gegenüber ihren eigenen Stoffwechselzwischenprodukten verstärkt wird, da dieser häufig zellschädigend wirkt.

bb

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