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Aminosäuren

organische Verbindungen, die die molekularen Bausteine der Proteine sind. Von den proteinogenen Aminosäuren sind bisher 23 bekannt.

Aquakultur

kontrollierte Aufzucht, Haltung und Vermehrung aquatischer Organismen, dazu gehören neben Fischen auch Muscheln, Krebse und Algen.

Aquaponik

Aquaponik bezeichnet ein Verfahren, das Techniken der Aquakultur und der Kultivierung von Nutzpflanzen in Hydrokultur in einem Wasser- und Nährstoffkreislaufsystem verbindet. Es handelt sich um eine sogenannte integrierte Aquakultur, bei der das Wasser aus der Fischhaltung aufbereitet und wiederverwendet wird, um angebaute Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen.

biobasiert

auf der Basis biologischer Ressourcen.

Biodiversität

biologische Vielfalt bzw. Biodiversität bezeichnet die Vielfalt der unterschiedlichen terrestrischen und aquatischen Lebensformen, ihre genetische Vielfalt, die Artenvielfalt, die Vielfalt von Ökosystemen sowie ihre Wechselbeziehungen untereinander und mit der natürlichen Umwelt (Standarddefinition gemäß der Biodiversitätskonvention).

Bioenergie

Bioenergie wird aus Biomasse als Rohstoff gewonnen. Biomasse ist ein erneuerbarer Energieträger, mit dessen Hilfe Strom, Wärme und Kraftstoffe erzeugt werden kann.

biogen

aus biologischen Systemen/Quellen stammend. Durch Lebewesen entstanden. Synonym: biobasiert

Biokatalysator

Biokatalysatoren sind Biomoleküle, die biochemische Reaktionen in Organismen beschleunigen oder verlangsamen, indem sie die Aktivierungsenergie der Reaktionen herab- oder (seltener) heraufsetzen. Sie gehen selbst unverändert aus den Reaktionen hervor und können somit viele Reaktionszyklen hintereinander katalysieren. Enzyme sind in Lebewesen die wichtigsten Biokatalysatoren.

Biologika

Biologika sind komplexe biologische Wirkstoffmoleküle – das grenzt sie von den chemisch klar definierten kleinen Molekülen ab, die durch synthetische Chemie hergestellt werden. Biologika sind Naturstoffe – sie können aus Proteinen oder Nukleinsäuren (DNA oder RNA) bestehen und werden durch biotechnologische Herstellungsverfahren auf der Basis lebender Organismen gewonnen.

Biomasse

organische Substanz, die in Lebewesen gebunden ist oder durch sie erzeugt wird.

Bioökonomie

wissensbasierte Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Systeme, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Das Ziel ist eine biobasierte, an natürlichen Stoffkreisläufen orientierte, nachhaltige Wirtschaftsform.

Die Bioökonomie umfasst alle Wirtschaftszweige und zugehörige Dienstleistungsbereiche, die biologische Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen und deren Produkte erzeugen, be- und verarbeiten, nutzen und damit handeln. Dazu zählen insbesondere die Land- und Forstwirtschaft, Chemie und Pharmazie, die Nahrungsmittelindustrie, die industrielle Biotechnologie, die Kosmetik- sowie die Papier- und Textilindustrie.

Synonym: biobasierte Wirtschaft

Bioraffinerie

integratives Gesamtkonzept für die Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen zu Chemikalien, Biowerkstoffen und anderen stofflichen Produkten sowie Brenn- und Kraftstoffen unter möglichst vollständiger Ausnutzung der Biomasse (vergleichbar einer Ölraffinerie, die jedoch aus Erdöl eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe herstellt).

Bioreaktor

Ein Bioreaktor ist ein Behälter, in dem speziell herangezüchtete Mikroorganismen oder Zellen unter möglichst optimalen Bedingungen in einem Nährmedium kultiviert werden, um entweder die Zellen selbst, Teile von ihnen oder eines ihrer Stoffwechselprodukte zu gewinnen. Bioreaktoren werden auch als Fermenter bezeichnet.

Biotechnologie

Die Anwendung von Wissenschaft und Technik  auf lebende Organismen sowie deren Bestandteile, Produkte und Modelle zwecks Veränderung von lebender oder nicht lebender Materie zur Herstellung von Gütern, Stoffen und Produkten, einschließlich der Wissenserweiterung und Bereitstellung von Dienstleistungen.

Boden

Boden ist der oberste Teil der Erdkruste, der von vielen Lebewesen bewohnt wird. Zugleich ist er prägend für die Vegetation, die den Boden bedeckt. Im Boden finden Austauschprozesse zwischen Luft, Wasser, organischer Materie und Gestein statt. Der Boden hat im Ökosystem eine Schlüsselposition für örtliche und globale Stoffkreisläufe.

Bulkchemikalien

Bulkchemikalien oder Bulkprodukte sind Grundchemikalien, die in Mengen von mehr als 10.000 Tonnen pro Jahr hergestellt werden.

Carotinoide

Carotinoide sind natürliche, fettlösliche Farbstoffe aus Pflanzen, die vor allem als Radikalfänger den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen. Das bekannteste Carotinoid ist das Beta-Carotin (Provitamin A) aus der Karotte, der es auch die charakteristische Farbe verleiht.

Cellulose

langkettige Kohlenhydratfaser, als Bestandteil von pflanzlichen Zellwänden eines der wichtigsten Kohlenhydrate auf der Erde. Cellulose ist Rohstoff zur Herstellung von Papier, Kunststoffen und Fasern.

DNA

Die Desoxyribonukleinsäure (desoxyribonucleic acid) ist ein doppelsträngiges, schraubig gewundenes Biomolekül, das die Erbinformation trägt. In der DNA ist chemisch der universelle genetische Code niedergelegt. Die Erbinformation ­– eine Abfolge von Nukleotidbausteinen – bildet den Bauplan für Eiweißmoleküle, die wiederum in der Zelle alle möglichen biologischen Funktionen übernehmen.

E. coli

E. coli ist die Kurzbezeichnung für das natürlich im Darm vorkommende Bakterium Escherichia coli. Diese Bakterienart wird bevorzugt in der molekularbiologischen Forschung und für  biotechnologische Anwendungen wie die Arzneiproduktion genutzt, da es gut erforscht ist und beim Menschen keine Allergien verursacht.

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