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06.11.2019

WIWIN Award für essbare Eislöffel

Mit einem essbaren Eisöffel aus Kakaofasern hat Spoontainable das Rennen um den diesjährigen WIWIN Award gewonnen und ist damit das nachhaltigste Start-up Deutschlands.

Diese Eislöffel bestehen aus pflanzlichen fasern und sind essbar.
Diese Eislöffel bestehen aus pflanzlichen Fasern und sind essbar.
Quelle: 
Spoontainable

Eislöffel aus Kunststoff sind bald schon tabu. Spätestens mit Inkrafttreten des EU-weiten Einwegplastikverbots 2021 sollen diese Produkte vom Markt verschwinden. Alternativen, die die Plastikflut stoppen, gibt es bereits. Trinkhalme aus Bambus oder essbaren Apfelresten sowie Verpackungen aus Graspapier sind nur einige Beispiele dafür. Viele dieser Innovationen stammen von Start-ups, die mit ihren Ideen Wegbereiter sind.

Dazu gehören auch die Gründerinnen des Start-ups Spoontainable. Die drei Studentinnen aus Stuttgart haben den ersten essbaren Eislöffel entwickelt. Er besteht aus Fasern der Kakaoschale, die als biogener Reststoff bei der Lebensmittelherstellung anfallen. Mit seinen „Spoonie“, so der Name des Eislöffels, konnte sich das Trio im Wettstreit um den diesjährigen WIWIN-Award gegen rund 160 Mitbewerber durchsetzen und im Finale Ende Oktober in Berlin beim Pitch die Jury der Crowdfunding-Plattform Wiwin überzeugen. „Durch ein Upcycling ballaststoffreicher Nahrungsfasern ist der Spoonie sogar vegan und glutenfrei. Auf diese Weise schafft der Spoonie einen deutlichen Kontrapunkt zum steigenden Plastikverbrauch“, so die Begründung der Jury.

500.000 Euro als Investment garantiert

Mit dem Award wird Spoontainable von der Crowdfunding-Plattform als das nachhaltigste Start-up Deutschlands geehrt. Dem Gründertrio wird damit zugleich ein Investment in Höhe von einer halben Million Euro für die Weiterentwicklung seines essbaren Eislöffels garantiert. „Wir werden die 500.000 Euro jetzt dazu nutzen, unseren Vertrieb noch strategischer aufzubauen. Die nächsten Schritte sind dann die Internationalisierung unseres Geschäftsmodells und die Fokussierung auf weitere Produkte wie Becher und Teller“, erklärt Julia Piechott vom preisgekrönten Start-up.

Die Spoontainable-Gründerinnen Amelie Vermeer, Anja Wildermuth und Julia Piechotta mit Investor Matthias Willenbacher (v.l.)
Quelle: 
Stefan Escher für WIWIN

Die Spoontainable-Gründerinnen Amelie Vermeer, Anja Wildermuth und Julia Piechotta mit Investor Matthias Willenbacher (v.l.)

Ein Beitrag für mehr Nachhaltigkeit

900.000 dieser essbaren Eislöffel hat das Start-up seit Gründung 2018 eigenen Angaben zufolge bereits verkauft. „Was die drei Studentinnen seit der Gründung 2018 auf die Beine gestellt haben, ist wirklich fantastisch. Sie haben neben dem Studium ein Unternehmen aufgebaut, das einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leistet und das ein riesiges Entwicklungspotenzial hat“, sagt Matthias Willenbacher, Gründer von WIWIN und Initiator des Preises. Mit Blick auf das kommende Einwegplastikverbot sieht Willenbacher die drei Jungunternehmerinnen auf dem richtigen Weg und schreibt ihnen gute Chancen zu, sich durchzusetzen.  Mit dem Crowdfunding-Investment sind die Voraussetzungen dafür gelegt.

bb

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