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01.06.2017

Wildbienensterben stoppen

Wie kann dem Bienensterben Einhalt geboten werden?  Diese Fragen wollen Forscher in den kommenden sechs Jahren im Rahmen des Projektes "BienABest" beantworten.

Wildbienen gehören auch in Deutschland zu den bedrohten Tierarten (im Bild: rotpelzige Sandbiene).
Wildbienen gehören auch in Deutschland zu den bedrohten Tierarten.
Quelle: 
Wikipedia

Bienen gehört zum Sommer wie der Schnee zum Winter. Doch das Summen der Insekten wird immer leiser. Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten stehen in Deutschland bereits auf der Roten Liste. Insbesondere der dramatische Verlust der Wildbienen ließ Forscher im Herbst vergangenen Jahres  Alarm schlagen. In einer Resolution zum Schutz der Bestäuber forderten 77 deutsche Wissenschaftler von der Bundesregierung Sofortmaßnahmen. Auf Forscherseite gibt es nun Unterstützung durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt, das durch das Bundesamt für Naturschutz im Auftrag des Bundesumweltministeriums koordiniert wird.  

Lebensräume für Wildbienen sichern

Im Rahmen eines neuen Projektes "BienABest" soll in den kommenden sechs Jahren nun versucht werden, dem Bienensterben in Deutschland Einhalt zu gebieten. „Wir brauchen dringend Projekte wie dieses, die den Wildbienen neuen Lebensraum geben. Denn Natur und Menschen sind dringend auf die Bestäuber angewiesen“, betonte Bundesumweltministerin Barbara Hendrick zum Projektstart Ende Mai. Hendricks zufolge ist der Bienenschwund  eine Folge des Umgangs der Menschen mit der Natur. „Es wird viel zu viel gemäht, gedüngt und gespritzt, ganze Lebensräume verschwinden. Mit dem Blütenangebot nimmt auch die Nahrungsgrundlage für die kleinen Natur-Dienstleister ab.“

Artenbestimmung im Gelände

Im Zentrum des Projektes „BienABest", das durch den VDI sowie der Universität Ulm koordiniert und dem BfN fachlich begleitet wird, steht die Entwicklung eines Bestimmungsschlüssels. Dieser soll die Artbestimmung der Mehrzahl der Wildbienenarten direkt im Gelände ermöglichen. Ziel soll sein, dass die Wildbienen künftig lebend bestimmt und anschließend wieder freigelassen werden können. Auf diese Weise soll geholfen werden, Aussagen zur Bestandentwicklung zu machen, ohne in die Populationen einzugreifen. Außerdem sollen Sachverständige in den neuen Methoden und Standards geschult werden, damit sie zukünftig beraten und prüfen können. Diese neuen Standards sollen schließlich in vier VDI-Richtlinien festgeschrieben werden, damit sie dauerhaft verfügbar, deutschlandweit übertragbar und für ein Monitoring genutzt werden können. Auch mit der Entwicklung von Saatgutmischungen und der Erprobung und Anlage von Nahrungshabitaten – speziell für Wildbienen – wollen die Wissenschaftler versuchen, die Ursachen für den Artenverlust bei Wildbienen  zu bekämpfen.

Darüber hinaus sollen Saatgutmischungen entwickelt und Nahrungshabitate für Wildbienen angelegt und erprobt werden, um wichtigen Ursachen für den Rückgang der Bienen entgegenzuwirken.

bb

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