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29.07.2019

Medienanalyse zu Vorfällen in der Agrarbranche

Der AFC Issue-Monitor-Report zählt 1.163 mediale Vorfälle, insbesondere zur Tierhaltung, aber auch zu Verpackungsmüll und den Umweltauswirkungen der Landwirtschaft.

Die Tierhaltung war 2018 das am häufigsten kritisch berichtete Thema in den Sektoren Agrar und Ernährung.
Die Tierhaltung war 2018 das am häufigsten kritisch berichtete Thema in den Sektoren Agrar und Ernährung.
Quelle: 
Fred Lehmann/Pixabay; CC0

Tierhaltung bleibt ein sensibles Thema, doch auch andere Bereiche der Agrar- und Ernährungsbranchen sorgen für mediale Aufregung. Zu diesem Fazit kommt der AFC Issue-Monitor-Report 2019. Für den Report wertet die AFC Risk & Crisis Consult GmbH kontinuierlich Meldungen in Online-Portalen, Blogs, Zeitungen, Fernsehen sowie von Verbraucherzentralen, NGOs und Behörden aus. 1.163 Berichterstattungen registriert der neue Report für das Jahr 2018.

429 Berichte kritisieren Umstände der Tierhaltung

Mit 429 Meldungen standen, wie in den Jahren zuvor, die Fleischerzeuger am stärksten in der Kritik. Häufigstes Thema war dabei die Tierhaltung. Um sie ging es in jeder siebten kritischen Meldung, die Agrar- oder Ernährungsbranche betraf. Auf Platz zwei und drei der meist kritisierten Bereiche folgen die Hersteller von Milch oder Milchprodukten (274 Fälle) sowie die Obst- und Gemüseproduzenten (250 Fälle). Aber auch die anderen Teilbranchen blieben nicht verschont: 228 Mal ging es um Süßwaren-, Dauerbackwaren- oder Speiseeishersteller, 207 Mal um Mühlen- oder Stärkeunternehmen und 106 Mal um Würzen- und Soßenhersteller. Manche Themen betrafen gleichzeitig mehrere Branchen.

Trendthemen Umwelt & Landwirtschaft sowie Verpackungsmüll

Die häufigsten Themen waren 2018 dem Report zufolge nach der Tierhaltung Lebensmittelinhaltsstoffe (9,9%), Umweltauswirkungen der Landwirtschaft (7,8%), Verpackungsmüll (6,9%) und Produktkennzeichnung (6,5%). Zwar hat sich die Zahl der Meldungen für alle Top-5-Themenbereiche seit 2014 gesteigert, besonders deutlich ist der Trend jedoch bei den Umweltauswirkungen der Landwirtschaft, die 2014 noch bei etwa 3% lagen, sowie beim Verpackungsmüll, der vor fünf Jahren nur für 1% der Berichte verantwortlich zeichnete. Bei letzterem erklärt sich der Anstieg im Jahr 2018 wohl teilweise durch das Verbot von Einwegplastikartikeln.

Hersteller haben Forderung nach Transparenz erkannt

„Über alle Themen und Issues hinweg wird in der Analyse deutlich, dass die Forderung nach mehr Transparenz zunimmt“, ergänzt Markus Hinskes, Head of Issue Management AFC Risk & Crisis Consult GmbH. „Dass Transparenz der zentrale Anspruch von NGOs, Verbraucherzentralen und Medien ist, dessen sind sich die Verantwortlichen der Unternehmen auch größtenteils bewusst, wie die Ergebnisse einer gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. durchgeführten Studie zum Risiko- und Krisenmanagement zeigen“, so Hinskes weiter.

bl

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