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14.10.2020

Ein Bioökonomie-Modellbetrieb für Brandenburg

Mit 25 Mio. Euro fördert das Land Brandenburg in den kommenden sechs Jahren den Aufbau eines Modellbetriebes für biobasierte Kreislaufwirtschaft am ATB Potsdam.

Neue Ansätze zur Erzeugung und Nutzung landwirtschaftlicher Biomasse stehen im Fokus des neuen Modellbetriebes in Brandenburg.
Quelle: 
BIOCOM/bb

Die Landwirtschaft ist neben der Industrie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Land Brandenburg. Knapp ein Drittel der gesamten Bodenfläche wird gegenwärtig landwirtschaftlich genutzt. Dabei fallen riesige Mengen Reststoffe an, die sowohl stofflich als auch energetisch genutzt werden können. Die landwirtschaftliche Biomasse als Rohstoff zu etablieren und besser zu nutzen, ist ein Grundpfeiler der Bioökonomie. Knapp 25 Mio. Euro will nun das Land Brandenburg in die bioökonomische Zukunft investieren. Unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam soll in den kommenden sechs Jahren ein bundesweit einzigartiger Modellbetrieb für biobasierte Kreislaufwirtschaft entstehen. Die Gelder stammen aus dem Zukunftsinvestionsfonds des Landes, mit dem Brandenburg gezielt Projekte fördert, die landespolitisch von herausragender Bedeutung sind. 

Landwirtschafts- und Bioraffineriekonzepte kombinieren

Aufgabe des Modellbetrieb wird es sein, zukunftsweisende und praktikable Ansätze für eine klimafreundliche und nachhaltige Biomasseerzeugung und -nutzung zu entwickeln und Interessierten zu demonstrieren. „Mit diesem Modellbetrieb, der Landwirtschafts- und Bioraffineriekonzepte kombiniert, bieten sich umfangreiche Möglichkeiten, den integrativen Forschungsansatz des Instituts für eine biobasierte Kreislaufwirtschaft gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft weiterzuentwickeln und bioökonomische Innovationen auch im Hinblick auf Praktikabilität und Umweltwirkung zu erproben und zu bewerten", so Barbara Sturm, die seit dem 1. Oktober neue wissenschaftliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des ATB ist. 

Modellbetrieb soll Forschungslandschaft stärken

„Dieses geplante Transferzentrum ist mehr als ein wissenschaftliches Schaufenster – es gewährt einen Blick in die Zukunft. Und Zukunft wird in Brandenburg gemacht”, sagte Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle anlässlich der Amtseinführung. Zugleich würdigte die Ministerin die Forschungsarbeit des Instituts als „einen der Leuchttürme” der wissenschaftlichen Kompetenz im Bereich der Nachhaltigkeit sowie die internationale, aber auch regionale Bedeutung der Agrarforschung. Institutschefin Sturm zeigte sich zuversichtlich, dass der geplante Modellbetrieb dazu beitragen werde, Brandenburgs Forschungslandschaft weiter zu stärken.

bb

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