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07.07.2020

Bioökonomie-Projekt für EU-Preis nominiert

Das deutsch-niederländische Projekt „Bioökonomie – Grüne Chemie” der Ems-Dollart-Region gehört zu den Nominierten für den europäischen REGIOSTARS Award 2020.

 

Der Anbau von Rohrkolben ist eine klimaschonende Alternative zur land- und forstwirtschaftlichen Nutzung von Moorböden.
Quelle: 
Wikipedia CC BY 2.5

Der Countdown läuft: Am 9. Juli werden die Gewinner der REGIOSTARS Awards von der Europäischen Kommission bekannt gegeben. Der Preis wird alljährlich im Rahmen eines Wettbewerbes an innovative regionale Förderprojekte der EU vergeben. Zu den diesjährigen Nominierten gehört auch das INTERREG V A-Vorhaben „Bioökonomie - Grüne Chemie“ der Ems-Dollart-Region (EDR). Das Team wetteifert mit mehr als 50 Bewerbern in der Kategorie „Kreislaufwirtschaft für ein grünes Europa“ um den Sieg. Der Preis wird in insgesamt fünf Kategorien vergeben.

Von Naturfasern und Biopolymeren

Im Projekt „Bioökonomie - Grüne Chemie“ arbeiten deutsche und niederländische Unternehmer und Wissenschaftler der Grenzregion seit Jahren in sieben verschiedenen Projekten zusammen. Im Fokus steht die Entwicklung biobasierter Materialien, aber auch eine effizientere Nutzung natürlicher Restströme aus Landwirtschaft und Gartenbau. Das Vorhaben wird von der EU im Rahmen der Initiative zur Förderung grenzüberschreitender Projekte INTERREG vom europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Im Einzelnen beschäftigen sich die deutsch-niederländischen Teams mit der Herstellung neuer Produkte aus sogenannten Paludikulturen wie Rohrkolben, Schilf oder Torfmoos und der damit verbundenen Erntetechnik. Auch neue Naturfasern, die zu 3D-Druckdrähten verarbeitet werden können, und neue Anwendungen für Garne und Bänder aus recyceltem PET oder Biopolymeren werden anvisiert.

„Bioökonomie – Grüne Chemie”

Weitere Informationen zu den Teilprojekten finden sich auf der Webseite des Projektes

Pflanzliche Inhaltsstoffe und biobasierte Dämmstoffe

Die Untersuchung pflanzlicher Inhaltsstoffe zur Verarbeitung hochwertiger grüner Produkte steht im Fokus eines weiteren Vorhabens. Hier richtet sich der Blick auf die Schlüsselblume, deren Inhaltsstoffe Ausgangsmaterial für die Herstellung von Biopolymeren sein könnten. Die Herstellung biobasierter Dämmstoffe wie aus gehäckselten Rohrkolben, die zur Einblasdämmung verwendet werden, und die Weiterentwicklung von Mehrkomponenten-Biokompositen mit Biopolymeren für neue Spritzgussanwendungen sind weitere Schwerpunkte des regionalen Bioökonomie-Projektes.

Noch bis zum 9. Juli kann die Öffentlichkeit online ihre Stimme zu den einzelnen Nominierten der REGIOSTARS Awards abgeben.

bb

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