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21.05.2018

Biomasse-Produktion bleibt stabil

Laut dem aktuellen Jahresbericht der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe ist die Biomasse-Produktion in Deutschland seit vier Jahren nahezu gleich geblieben.

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Raps gehört zu den bedeutendsten nachwachsenden Rohstoffen Deutschlands.
Quelle: 
Claudia Zapp/pixelio.de

Mit geschätzten 2,65 Millionen Hektar (ha) war die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe in Deutschland 2017 etwas niedriger als 2016. 2004 wurde erstmals der Umfang von 1 Millionen und 2007 von 2 Millionen ha erreicht. Seitdem stagniert das Wachstum. Mitte Mai hat nun die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) die aktuellen Jahreszahlen vorgestellt. Danach dominieren Energiepflanzen für Biogasanlagen mit fast 1,4 Millionen ha noch immer die Ackerflächen. Darauf werden zu zwei Dritteln Mais angebaut.

Bienenfreundlicher Korbblüter erobert die Äcker 

Dagegen hat sich die Anbaufläche für die Durchwachsene Silphie mit 1.900 ha verdoppelt. Der Korbblüher gilt als bienenfreundlich und kann bis zu zehn Jahre auf dem Feld verbleiben. Der zweitgrößte Anteil der Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe sind Pflanzen für die Biokraftstoffherstellung. Auf insgesamt etwa 960.000 ha wuchsen überwiegend Raps, Getreide und Zuckerrüben. Bei der Herstellung von Biokraftstoffen fallen zudem Koppelprodukte an, die als Futtermittel vor allem Soja-Importe reduzieren. 

Industriepflanzen weiter auf niedrigem Niveau

Der heimische Anbau zur Gewinnung von Industrierohstoffen ist mit Abstand der kleinste Bereich. Mit 300.000 ha bleibt der Anbau stabil auf niedrigem Niveau. Hier dominieren Rapsöl für technische Zwecke mit rund 131.000 ha sowie Industriestärke wie Weizen, Körnermais und Kartoffeln mit 128.000 ha. Zuckerrüben für Industriezucker wuchsen beispielsweise auf 15.000 ha und Arznei- und Färbepflanzen auf etwa 12.000 ha.

Entwicklung des Anbaus nachwachsender Rohstoffe in Deutschland
Quelle: 
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)

Entwicklung des Anbaus nachwachsender Rohstoffe in Deutschland.

Hohe Importrate bei nachwachsenden Rohstoffen

Bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe setzt Deutschland weiter stark auf den Import. Ins Land gebrachte land- und forstwirtschaftlich erzeugte Rohstoffe machen etwa 60% der nachwachsenden Rohstoffe aus, die in der deutschen Prozessindustrie verwendet werden. Die hergestellten biobasierten Produkte werden dann entweder in Deutschland verbraucht oder auch exportiert.

Anteil nachwachsender Rohstoffe in der Chemie stagniert

Die bedeutendsten nachwachsenden Rohstoffe in Deutschland sind Pflanzenöle, Zucker, Stärke und Chemiezellstoff. Diese werden laut FNR insbesondere in der chemischen Industrie zur Herstellung biobasierter Zwischen- und Endprodukte eingesetzt. Hierzu gehören Fein- und Spezialchemikalien sowie chemische Zwischenprodukte aber auch Pharmaerzeugnisse, Polymeradditive sowie Funktionspolymere. Werkstoffliche Verwendungen wie zum Beispiel naturfaserverstärkte Kunststoffe oder Strukturpolymere machen nur einen relativ geringen Anteil aus.

Seit 2012 sind die Bereiche Schmierstoffe aus Pflanzenölen und Chemieprodukte aus Stärke mit einer Verdopplung der Verwendungsmenge am schnellsten gewachsen. Insgesamt stagniert aber der Anteil der in der chemischen Industrie in Deutschland eingesetzten nachwachsenden Rohstoffe. Seit 2010 bewegt sich dieser zwischen 12,8% und 14,7%. Der komplette Bericht ist hier abrufbar.

ml/bb

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