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14.08.2018

BASF besiegelt Agrochemie-Deal mit Bayer

Die Transaktionen von Saatgut- und diversen Pflanzenschutzgeschäften zwischen BASF und Bayer sind beendet. Somit steigt BASF ab sofort auch in den Handel mit Saatgut ein.

Der Kauf der BASF umfasst Saatgutschäfte für Nutzpflanzen wie Raps, Baumwolle und Soja. Sie sollen das Pflanzenschutzgeschäft der BASF strategisch ergänzen.
Der Kauf der BASF umfasst Saatgutschäfte für Nutzpflanzen wie Raps, Baumwolle und Soja.
Quelle: 
BASF

Im Oktober 2017 hatten BASF und Bayer erstmals Vereinbahrungen zum Erwerb von Geschäften und Vermögenswerten getroffen, die Bayer im Zusammenhang mit seiner Übernahme von Monsanto zum Verkauf angeboten hatte. In Höhe von 7,6 Mrd. Euro sollten diverse Aktivitäten zum Pflanzenschutz aber auch das Saatgutgeschäft an BASF übergehen. Vorraussetzung für den geplanten Deal war die Zustimmung der US-Behörde zur Übernahme von Monsanto. Nach dem das US-Justizministerium im Mai grünes Licht dazu gab, stand der geplanten Transaktion zwischen Bayer und BASF nichts mehr im Weg. Nun ist die Transaktion abgeschlossen, wie BASF Anfang August mitteilte. „Diese Akquisition verändert die BASF im Agrarsektor. Sie stärkt unsere Marktposition bei Agrarlösungen und schafft neue Wachstumsmöglichkeiten“, sagt Saori Dubourg, Vorstandsmitglied der BASF SE und verantwortlich für das Segment Agricultural Solutions.  

Agrarchemie-Sparte um Saatgutgeschäft erweitert

Mit der Transaktion werden die Aktivitäten der BASF in den Bereichen Pflanzenschutz, Biotechnologie und Digital Farming ergänzt. Die Vereinbarungen umfassen außerdem Bayers globales Glufosinat-Ammonium-Geschäft, die Saatgutgeschäfte einschließlich der Saatguteigenschaften sowie der Forschungs- und Züchtungskapazitäten und der entsprechenden Marken für wichtige Feldkulturen in ausgewählten Märkten. Wie die BASF mitteilte, wurde der Unternehmensbereich Crop Protection in Agricultural Solutions umbenannt. Außerdem wurde innerhalb des Unternehmensbereichs eine neue globale Geschäftseinheit für Saatgut und Saatguteigenschaften etabliert. 

BASF übernimmt Mitarbeiter von Bayer

Außerdem werden übernommen: das Gemüsesaatgutgeschäft, die Forschungsplattform für Weizenhybride, eine Reihe von Produkten zur Saatgutbehandlung, bestimmte glyphosatbasierte Herbizide in Europa, die im Wesentlichen im industriellen Bereich eingesetzt werden, die komplette Digital-Farming-Plattform Xarvio sowie bestimmte Forschungsvorhaben in den Bereichen nicht-selektiver Herbizide und Nematizide. Bis auf das Gemüsesaatgutgeschäft, dessen Abschluss Mitte August 2018 vorgesehen ist, sind diese Transaktionen nun abgeschlossen. Mit der Akquisition wechseln gleichzeitig etwa 4.500 Mitarbeiter von Bayer zu BASF. 

ml/bb

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