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07.11.2019

Ausbau digitaler Landwirtschaft

Das Zukunftslabor Digitalisierung Agrar in Niedersachsen soll die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit der Branche fördern.

Die Digitalisierung hält auch im Kuhstall Einzug.
Die Digitalisierung hält auch im Kuhstall Einzug.
Quelle: 
Anne Verschraagen/Pixabay; CC0

Der Trend der Digitalisierung in der Arbeitswelt hat auch die Landwirtschaft erfasst. Das Land Niedersachsen unterstützt diese Entwicklung mit dem „Zukunftslabor Digitalisierung Agrar“ (ZLA), einem von sechs Konsortien zu unterschiedlichen Anwendungsfeldern der Digitalisierung. Rund 3,7 Millionen Euro stellt das Landesforschungsministerium für das ZLA bereit. Die Koordination liegt bei der Universität Osnabrück.

Vernetzung der Akteure

Den Zukunftslaboren kommt vor allem die Aufgabe der Vernetzung zu. Sie sollen die Digitalisierung wissenschaftlich begleiten, Wissenschaft und Praxis zusammenführen und den Dialog mit den Bürgern suchen. Mit dem hauseigenen KI-Campus sieht sich die Universität Osnabrück dafür gut aufgestellt. Weitere Projektpartner sind das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, die Hochschule Osnabrück, das Julius Kühn-Institut, das Thünen-Institut, die Technische Universität Braunschweig, die Universität Göttingen sowie die Universität Vechta.

KI-Methoden zur Datenauswertung

Mit Blick auf die Landwirtschaft soll das ZLA insbesondere die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit durch die Digitalisierung unterstützen. Wichtige Fragen sind dabei die Datendurchlässigkeit und Datenhoheit, denn schon heute werden viele Daten automatisiert erhoben, sind aber aus Datenschutzgründen nicht ohne Weiteres für die Forschung nutzbar. Um diese großen Mengen an Daten auszuwerten und zu nutzen, wollen die Partner des ZLA auf KI-Methoden setzen. Darüber hinaus wollen die Forscher untersuchen, wie sich die Digitalisierung auf das Arbeitsumfeld, die Ausbildungsinhalte und die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft auswirkt.

Landwirte bei der Dokumentation entlasten

Ein konkretes Anwendungsbeispiel, wie die Digitalisierung die Landwirte entlasten könnte, schildert ZLA-Koordinator Joachim Hertzberg: „Bauern müssen und wollen dokumentieren, dass sie bei der Arbeit im Stall und auf dem Feld alle Gesetze und Regeln einhalten. Wenn diese Dokumentation, die zum Teil in Inhalt und Form gesetzlich vorgeschrieben ist, in digitalisierten Prozessen gleichsam nebenher, aber zuverlässig abfällt und in dieser Form auch rechtlich akzeptiert wird, spart das einen Riesenaufwand.“

bl

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