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05.04.2017

Smarte Helfer für die Tierfütterung

Carsten
Gieseler

Beruf:

Agrarökonom

Position:

Geschäftsführer bei fodjan

Quelle: 
fodjan
Die Digitalisierung verändert die Landwirtschaft. Carsten Gieseler entwickelt mit seinem Dresdner Start-up fodjan neue Software, um das Futtermanagement in Milchbetrieben zu optimieren.

Die fodjan GmbH entstand 2014 aus einem Team von vier Gründern an der HTW Dresden. Der Trend zum Smart Farming in der Landwirtschaft ist ungebrochen - immer mehr Unternehmen entdecken den Markt für sich. Das Dresdner Start-up hat sich hierbei auf das digitale Futtermanagement von Milchkühen spezialisiert. Über eine eigens dafür entwickelte Software wird den Landwirten ein ortsunabhängiges „Smart feeding“ ermöglicht. Dadurch, so das Versprechen von fodjan, lassen sich die Futterkosten reduzieren, die Effizienz des Betriebes steigern und gleichzeitig die Tiergesundheit verbessern.

Frage 

Welche Vorteile bieten Ihr System gegenüber der konventionellen Landwirtschaft?

Antwort 

Aus unserer Sicht gibt es kaum noch konventionelle Landwirtschaft. Der Großteil der Lebensmittel wird in modernen und sich stetig weiterentwickelnden Betrieben produziert. Gegenüber unseren Wettbewerbern im Bereich Fütterungssoftware bieten wir dem Landwirt eine Webplattform, welche durch Vernetzung und verschiedene Algorithmen das Management der Fütterung deutlich weiterentwickelt. So können wir die Tiere gesünder ernähren und gleichzeitig den Betriebsgewinn steigern.  

Frage 

Wo liegen bei der Entwicklung neuer Software die größten Herausforderungen?

Antwort 

Als erstes muss man ein gutes Team aufbauen, welches in der Lage ist, die Vorstellungen umzusetzen. Dazu braucht man einen gewissen Vorlauf, bis erste Umsätze fließen, da spielt die Frage der Finanzierung natürlich eine wichtige Rolle.

Frage 

Wie kamen Sie auf die Idee, ein Start-up im Bereich Smart farming zu gründen?

Antwort 

Seit meiner frühsten Kindheit begeistert mich die Landwirtschaft. Ich habe dann eine Ausbildung zum Landwirt gemacht und anschließend Agrarwissenschaften studiert. Ich habe im Studium erkannt, dass verschiedene Probleme in der Fütterung durch den Einsatz von Software deutlich besser gelöst werden können. So entstand der Wunsch, eigene Lösungen zu bauen und auf den Markt zu bringen.

Frage 

Was begeistert Sie ganz persönlich an dem Thema?

Antwort 

Die Herausforderung Tier und Mensch, Software und Wissenschaft sowie Mathematik und Biologie zusammenzubringen. Je höher die Komplexität der Aufgabe, desto größer ist meine Motivation.  

Frage 

Was sind Ihre nächsten Ziele?

Antwort 

Wir wollen die Webplattform fodjan weiter bekannt machen und noch mehr Landwirten helfen, ihre Fütterung weiterzuentwickeln. In der Vernetzung und gezielten Nutzung von Daten sehen wir noch viele ungenutzte Potenziale, die wir zukünftig angehen wollen.

Interview: Judith Reichel

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