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29.11.2016

Hautpflege mit Milchsäure-Bakterien

Ein Extrakt aus speziellen Milchsäurebakterien wirkt gezielt bei trockener, juckender und brennender Haut. Das ergab eine klinische Studie der Berliner Organobalance GmbH.

Milchsäurebakterien unterm Mikroskop
Bakterien vom Typ Lactobacillus sind seit Langem als unsichtbare Gesundheitshelfer angesagt.
Quelle: 
Wikipedia CC BY 3.0

Milchsäurebakterien, auch als Lactobacillales bekannt, sind gefragte Helfer und Zusätze in der Lebensmittelindustrie. Doch das Potenzial dieser nützlichen Bakterien ist weitaus größer, wie die Berliner Organobalance GmbH in einer klinischen Studie demonstriert hat. In der hauseigenen Sammlung von Bakterien und Hefestämmen fanden die Organobalance-Forscher dieses Mal einen Organismus, der gegen trockene Haut helfen kann: das Bakterium Lactobacillus brevis DSMZ17250.

Extrakt lindert Entzündungen und schützt Haut

Im Rahmen der Studie wurde die Wirkung eines Milchsäurebakterien-Extraktes an Probanden getestet, die unter chronisch trockener Haut litten. Im Ergebnis der vierwöchigen Behandlung zeigte sich, dass Lactobacillus brevis nicht nur entzündungshemmend wirkt, sondern auch die Besiedlung der Haut durch schützende, symbiotische Mikroorganismen fördert, wie das Team im Fachjournal „Beneficial Microbes“ berichtet.

Bakterium verbessert Mikrobiom der Haut

Die tägliche Behandlung mit dem zellfreien Lactobacillus-Extrakt führte danach zu einer signifikanten Verbesserung der geschädigten Haut. Mithilfe der Milchsäurebakterien konnte der Feuchtigkeitsverlust der Haut und damit auch Symptome wie Juckreiz, trockene oder brennende Haut deutlich reduziert werden. Auch wurde die Hautmikrobiota verbessert und das Wachstum verschiedener Bakterienstämme wie Staphylococcus epidermidis, die positive, schützende Eigenschaften auf die Haut haben, nachweislich gefördert.

Basis für neue Hautpflege-Produkte

"Der Extrakt, den wir aus natürlichen Bakterien gewonnen haben, kann die Basis für verschiedene Hautpflege-Produkte sein", sagt Organobalance-Geschäftsführerin Christine Lang. Organobalance entwickelt seit 2001 Produkte auf Basis probiotischer Bakterienkulturen sowie Hefeproduktionsstämme für Lebensmittel, Kosmetik, Futtermittel, Landwirtschaft und Pharma. Darunter unteranderem probiotische Wirkstoffe gegen Karies, Magenbeschwerden oder bakteriell bedingten Schweißgeruch. Seit September gehört das Berliner Biotechnologie-Unternehmen zum dänischen Enzymspezialisten Novozymes. Nach dem Erfolg der Studie soll der hautfreundliche Bakterienextrakt ebenfalls in Kosmetikprodukten zur Anwendung kommen. Dafür wurde der neue Kandidat an die Organobalance Medical AG auslizensiert, die zukünftig unter dem Namen Belano Medical AG firmiert.

bb

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