Grüne Woche: Bioökonomie-Innovationen im Rampenlicht
Auf der Grünen Woche 2026 lenkte Bundesforschungsministerin Bär den Blick auf bioökonomische Forschung, digitale Agrarsysteme und neue Züchtungsmethoden, die Landwirtschaft klimaresilient und die Ernährungssicherheit zukunftsfähig machen.
Zwischen duftenden Backwaren, internationalen Spezialitäten und futuristischen Exponaten ist die Grüne Woche 2026 einmal mehr Schauplatz für den Dialog zwischen Tradition und Innovation. Im Jubiläumsjahr, das auf 100 Jahre landwirtschaftliche Messegeschichte zurückblickt, richtet sich der Blick vieler Besucher auch auf die Frage, wie die Landwirtschaft von morgen aussehen kann. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär nutzte ihren Rundgang, um bioökonomische und biotechnologische Forschungsprojekte in den Fokus zu rücken, die genau diesen Wandel greifbar machen.
BMFTR treibt Innovationen in Landwirtschaft und Bioökonomie voran
An verschiedenen Stationen informierte sich Dorothee Bär über Projekte, die das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gezielt unterstützt. Dazu die Ministerin: „Die Grüne Woche 2026 steht für 100 Jahre landwirtschaftliche Tradition – und für den Aufbruch in die Zukunft. Mit unserer Hightech Agenda Deutschland setzen wir wichtige Impulse im Bereich Biotechnologie für krisenfeste Agrar- und Ernährungssysteme. Das Bundesforschungsministerium fördert gezielt besseren Pflanzenschutz, moderne Züchtungsmethoden und smarte, digitale Produktionssysteme, um die Agrarwirtschaft klimaresilient aufzustellen. Das sichert Erträge und unterstützt Landwirte bei ihrer Arbeit. Zugleich stärken wir regionale Wertschöpfungsketten, etwa mit der Modellregion der Bioökonomie zur Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten in Sachsen-Anhalt.“
Die Bundesforschungsministerin betonte zudem die Bedeutung der Biotechnologie: „Auf der Grünen Woche wird schon heute beeindruckend gezeigt, wie biotechnologische, digitale und industrielle Ansätze wirksam ineinandergreifen. Im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland werden weitere Innovationen folgen: So wollen wir mit biotechnologischen Verfahren alternative Proteine für nachhaltige Lebensmittel erschließen – ein wachsender Markt mit erheblichem wirtschaftlichen Potenzial.“
Genuss trifft Verantwortung: Strategische Bedeutung von Landwirtschaft im Fokus
Gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Landwirtschaftsminister Alois Rainer besuchte Bundesministerin Bär auch mehrere kulinarische Stationen. Beim Probieren von Chili-Salz und dem Besuch am Stand des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks wurde deutlich, wie eng Genusskultur und landwirtschaftliche Leistung miteinander verbunden sind. Zwischen Messetrubel und Fachgesprächen schwang dabei eine klare Botschaft mit: Die Verbindung von Bioökonomie, moderner Forschung und praktischer Landwirtschaft soll dazu beitragen, Ernährungssicherheit und Wohlstand in Deutschland langfristig zu gewährleisten.
hb