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09.01.2019

Wie Pflanzen auf Stress reagieren

Braunschweiger Wissenschaftler wollen analysieren, wie Pflanzen auf Stress reagieren. Das Forschungsprojekt wird von der VolkswagenStiftung finanziert.

Pflanzen haben Anpassungsstrategien entwickelt, um mit Stressfaktoren wie Trockenheit umgehen zu können.
Quelle: 
Pixabay

Viele Pflanzen haben Strategien entwickelt, die sie befähigen, auch auf nährstoffarmen oder trockenen Böden zu wachsen. Diese Anpassungsfähigkeit ist wichtig, denn oft konkurrieren sie mit anderen Gewächsen auf engstem Raum um kostbare Nährstoffe, Wasser oder Sonnenlicht. Doch wofür entscheidet sich eine Pflanze in einer solchen Stresssituation: wachsen oder verteidigen?

Stresssituationen bei Pflanzen analysieren

Diesen Stressmechanismus bei Pflanzen wollen Forscher vom Institut für Pflanzenbiologie der Technischen Universität Braunschweig nun genauer unter die Lupe nehmen. Das Vorhaben wird über 18 Monate von der VolkswagenStiftung im Rahmen des „Experiment!“-Programmes unterstützt. Ziel des Projektes ist es, die Reaktionen der Organismen auf Stress zu analysieren. Ein Team um Projektleiterin Maria Pimenta Lange wird dabei der Frage nachgehen, wie sich Pflanzen konkret für Abwehr oder Wachstum entscheiden.

Molekulare Prozesse identifizieren

Dazu wollen die Braunschweiger Wissenschaftler das Stressmanagement von betäubten Pflanzen mit dem von unbetäubten Pflanzen vergleichen. Der Grund: Gewächse wie Mimosen, Venusfliegenfallen und Sonnentau zeigen deutliche Reaktionen bei Anästhesiebehandlungen: Sie verlieren ihre autonome und berührungsinduzierte Fähigkeit zur Bewegung. Dieses Wissen will das Team nutzen, um molekulare Reaktionen zu identifizieren, die für die Entscheidung in einer Stresssituation verantwortlich sind.

bb

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