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06.03.2019

Weltreport zur Biodiversität

Die biologische Vielfalt nimmt weltweit ab - so das Fazit der Welternährungsorganisation FAO in ihrem ersten Weltzustandsberichts zur Biodiversität.

Die Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen sinkt.
Quelle: 
kangbch/Pixabay; CC0

Mit der„Konvention über die Biologische Vielfalt" wurde 2010 von den Vereinten Nationen ein strategischer Plan verabschiedet, um den weltweiten Rückgang in der Tier-und Pflanzenwelt bis 2020 zu stoppen. Der erste Weltzustandsbericht zur Biodiversität in Landwirtschaft und Ernährung belegt einmal mehr, wie ernst die Lage ist. Der Report „The State of the World's Biodiversity for Food and Agriculture“ der Welternährungsorganisation FAO kommt zu dem Ergebnis, dass die biologische Vielfalt weltweit weiterhin stark schwindet und damit viele Zukunftsoptionen gefährdet sind.  

Positive und negative Treiber für die biologische Vielfalt aufgezeigt 

Neben der alarmierenden Botschaft zeichnet der 576 Seiten starke Bericht vor allem ein umfassendes Bild über den Zustand und die Nutzung der Biodiversität weltweit. Er benennt sowohl die Vorteile der biologischen Vielfalt für Landwirtschaft, Viehzucht, Waldbewirtschaftung und Fischerei als auch Vorschläge, wie die Biodiversität gefördert werden kann. Zugleich identifiziert er wichtige Treiber, die positiven oder auch negativen Einfluss auf die biologische Vielfalt haben.

Schutzmaßnahmen dringend notwenig 

Der Appell der FAO-Autoren: Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung sind dringend notwendig. Der Bericht bildet ihrer Ansicht zufolge eine solide Grundlage, um nachhaltige und widerstandsfähige Ernährungssysteme zu entwickeln, um auch zukünftig gesunde Nahrungsmittel herstellen zu können.

Meilenstein in der UN-Dekade

Der Weltzustandsbericht wurde von der Kommission für Genetische Ressourcen und Landwirtschaft (CGRFA) der FAO erarbeitet. 1.300 Personen aus 91 Ländern waren in den vergangenen fünf Jahren an der Erstellung beteiligt und brachten ihre Studien zur Auswertung ein. Die deutsche Seite wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vertreten. Der Report ist sowohl in der Arbeit der CGRFA-Kommission als auch in der Dekade der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt ein Meilenstein. 

bb

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