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03.11.2017

Umweltpreis für Biodünger aus Klee-Pellets

Das Dresdner Start-up „grünerdüngen“ hat für sein Biodüngemittel den Sächsischen Umweltpreis 2017 erhalten.

Das Dresdner Start-up „grünerdüngen“ hat den ersten komplett biobasierten Dünger aus Klee entwickelt und an den Markt gebracht. Dafür wurde es jetzt mit dem Sächsischen Umweltpreis 2017 ausgezeichnet.
Quelle: 
Pixabay

Das Start-up grünerdüngen GmbH der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Dresden sowie deren Lehrstuhl für Ökologischen Landbau wurden mit dem Sächsischen Umweltpreis 2017 ausgezeichnet. Der Preis wurde Ende Oktober von Thomas Schmidt, dem Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, an die Preisträger Beate Wunderlich, Simon Scheffler und Torsten Mick von grünerdüngen sowie Knut Schmidtke, Professor für Ökologischen Landbau, verliehen und ist mit 9.000 Euro dotiert.

Gründerstipendium für Kleedünger

Bereits im März erhielt das Unterfangen im Rahmen des Programms „EXIST-Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ ein Stipendium des Bundeswirtschaftsministeriums. Ziel ist es, einen komplett biobasierten Dünger aus Klee herzustellen und an den Markt zu bringen. Denn, wie für Hülsenfrüchte typisch, leben Kleewurzeln in Symbiose mit Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft fixieren können. Dieser wiederum ist ein essenzieller Nährstoff für Pflanzen und ist in Klee-Biomaterial in relativ hohen Mengen vorhanden. Durch ein spezielles Ernte- und Aufbereitungsverfahren wird aus reinem Bio-Klee das biologische Düngemittel in Pelletform. Der Biodünger, genannt KleePura, wird bereits seit Juni 2017 im Naturkostfachhandel angeboten, und soll ab 2018 auch in regionalen Baumärkten erhältlich sein. 

Prämiertes Produkt: KleePura

Prämiert wurde KleePura in der Kategorie „Umweltfreundliche Produkte“, wobei besonders die Entwicklung und Vermarktung des ersten und komplett aus dem ökologischen Landbau stammenden Bio-Düngemittels honoriert wurden. Der Biodünger wurde im Rahmen eines vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung geförderten Forschungsprojektes an der Professur Ökologischer Landbau von 2013 bis 2016 entwickelt.

jmr

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