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04.10.2017

Nachhaltigkeit lernen und lehren

Das Bundesinstitut für Berufsbildung fördert neue Projekte zum Thema Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung. Der nationale Aktionsplan wird mit 9 Mio. Euro vom BMBF gefördert.

Schon in der Ausbildung sollen Bäcker und Fleischer Nachhaltigkeit lernen.
Schon in der Ausbildung sollen Bäcker und Fleischer Nachhaltigkeit lernen.
Quelle: 
Pixabay

„Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist der Weg zu einer besseren Zukunft für alle“, schreibt UNESCO-Generalsekretärin Irina Bokova in der von der UN verfassten Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Das 44 Seiten umfassende Dokument enthält die Nachhaltigkeitsziele sowie die wichtigsten Handlungsfelder, um diese in der beruflichen Bildung auf nationaler Ebene zu verwirklichen. Mit dem Förderschwerpunkt „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBnE)“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen nationalen Aktionsplan vorgelegt.

Mehr Geld für nachhaltige Bildung im Lebensmittelbereich

Im Rahmen der dritten Förderrunde (2015-2019) werden zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms seit Frühjahr 2016 bereits zwölf Modellversuche mit insgesamt 6 Mio. Euro durch das BMBF gefördert. Nun wurde das Budget zur Förderung zusätzlicher Maßnahmen um weitere 3 Mio. Euro aufgestockt. Im Fokus der Förderung stehen nachhaltigkeitsorientierte Konzepte für die berufliche Bildung in Lebensmittelhandwerk und -industrie. Dazu zählen insbesondere Berufe wie Bäcker, Fleischer, Mälzer, Süßwaren- und Milchtechnologen aber auch Chemiker.

Verbraucher achten zunehmend auf faire und nachhaltig produzierte Waren. Beschäftigte im Lebensmittelbereich müssen daher in der Lage sein, nachhaltigkeitsrelevante Aspekte der Wertschöpfungskette zu erkennen und zu bewerten, um nachhaltige Alternativen erkennen und diese den Kunden und Auftraggebern vermitteln zu können. Dafür ist das Wissen über soziale Bedingungen in der Rohstoffgewinnung sowie umwelt- und ressourcenschonende Herstellungsverfahren genauso wichtig, wie Kenntnisse zu den Transportwegen der Zutaten, deren gesundheitliche Verträglichkeit oder mögliche Abfallreduzierung. Diese Kenntnisse sollen Beschäftigte im Lebensmittelbereich bereits über die berufliche Aus- und Weiterbildung vermittelt bekommen. „Um eine gerechtere, friedlichere und nachhaltigere Welt zu erschaffen, brauchen wir alle mehr Wissen, Kompetenzen und verbindende Werte sowie ein stärkeres Bewusstsein für die Notwendigkeit einer solchen Veränderung“, betont UNESCO-Generalsekretärin Bokova.

INFORMATION

Neue Förderrichtlinie für Modellversuche zur BBnE in Lebensmittelhandwerk und -industrie

Lehr- und Lernkonzepte für Auszubildende und Berufsschullehrer

Im Rahmen der Förderrichtlinie III werden Verbundprojekte mit interdisziplinärer und praxisbezogener Ausrichtung gefördert. Gesucht werden beispielsweise Lehrpläne und Lernkonzepte, aber auch nachhaltigkeitsorientierte Handlungsempfehlungen für Auszubildende und Berufsbildungspersonal im Lebensmittelbereich. Die Laufzeit der Modellversuche beträgt 36 Monate. Voraussichtlich können etwa sechs Modellversuche gefördert werden. Entsprechende Skizzen können elektronisch oder in Papierform bis zum 10. November 2017 beim BIBB eingereicht werden. 

bb

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