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20.06.2019

Mit KI zu mehr Nachhaltigkeit

Das Institut für Innovation und Technik hat untersucht, welche Chancen und Risiken selbstlernende Algorithmen für die Umwelt darstellen.

Die neue Studie bewertet das Potenzial Künstlicher Intelligenz mit Blick auf die Umwelt.
Die neue Studie bewertet das Potenzial Künstlicher Intelligenz mit Blick auf die Umwelt.
Quelle: 
Gerd Altmann/Pixabay; CC0

Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz (KI) sind zwei Megatrends in der Wirtschaft. Wo diese Trends möglicherweise kollidieren oder sich gegenseitig befruchten können, hat nun das Institut für Innovation und Technik (IIT) in Berlin im Auftrag des Umweltbundesamtes in einer Kurzstudie  analysiert. Herauskamen sechs Szenarien mit den jeweiligen Ansatzpunkten für eine moderne Umweltpolitik.

Gesellschaftlichen Mehrwert berücksichtigen

„In Europa und seinen Mitgliedsstaaten findet aktuell eine breite Debatte über den adäquaten Umgang mit KI statt“, erläutert Tobias Jetzke vom IIT. Einerseits gehe es darum, deutliche förder- und innovationspolitische Impulse zu setzen, um der momentanen Wissens- und Technologieführerschaft von Staaten wie China und den USA selbstbewusst zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft zu sichern. Andererseits müssten neben der Technologieentwicklung auch ethische Aspekte künstlicher Intelligenz integriert und nicht nur ökonomische, sondern auch gesellschaftliche Mehrwerte ins Zentrum rücken.

Einschätzung der Nachhaltigkeitspotenziale

„Die Studie liefert eine erste Einschätzung zukünftiger Nachhaltigkeitspotenziale“, resümiert IIT-Forscher Stephan Richter. Sie solle „als Basis einer weiterführenden Diskussion dienen, auch bei der Ausgestaltung der umweltpolitischen Digitalagenda des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, deren Eckpunkte auf der diesjährigen re:publica vorgestellt wurden“.

Wandel umweltverträglich gestalten

Das Interesse des Umweltbundesamtes am Thema KI begründet dessen Mitarbeiterin Sylvia Veenhoff, die die Studie betreut hat: „Das Umweltbundesamt versteht sich als ein Frühwarnsystem, das neue aufkommende Technologien wie Künstliche Intelligenz auf mögliche zukünftige Beeinträchtigungen des Menschen und der Umwelt frühzeitig untersucht, praktikable Lösungen vorschlägt und Chancen dieser Technologien auf die Umwelt zu nutzen weiß.“ In der Praxis bedeutet das der Studie zufolge, den Wandel, den die neuen KI-Möglichkeiten mit sich bringen, umweltverträglich zu gestalten. Außerdem sollten die neuen Potenziale dahingehend gefördert werden, dass sie nachhaltige sozioökologische Innovationen ermöglichen.

bl

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