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20.12.2017

Bioökonomie International: Neue Runde

Das Bundesforschungsministerium will internationale Kooperationen in der Bioökonomie vorantreiben. Eine neue Ausschreibung ist gerade gestartet.

In Berlin findet der erste globale politische Gipfel zur Bioökonomie statt. Die Organisatoren verbinden damit die Hoffnung, langfristig die internationale Abstimmung zur Bioökonomie zu verbessern.
Innovationen in der Bioökonomie international vorantreiben - das ist Ziel einer neuen Fördermaßnahme des BMBF.
Quelle: 
RFsole - Fotolia

Die Bundesregierung hat mit der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie die Vision einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft formuliert. Die Sicherung der Welternährung, die Produktion von gesunden und sicheren Lebensmitteln, die nachhaltige Gestaltung der Agrarproduktion sowie die industrielle und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe erfordern intensive Forschungsanstrengungen zur Nutzbarmachung biologischen Wissens, zur Weiterentwicklung biobasierter Verfahren und zur optimalen Verwertung biologischer Ressourcen.

Internationale Kooperationen stärken

Zur Realisierung der Bioökonomie bedarf es einer weltweiten Zusammenarbeit. Hier setzt die Fördermaßnahme „Bioökonomie International“ (Bioeconomy International) an. Ihr Ziel ist es, durch die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in enger Zusammenarbeit mit relevanten ausländischen Partnern zu zentralen Fragestellungen der Bioökonomie internationale Kooperationen zu stärken und Partnerschaften aufzubauen. Hierbei sind neben den technologischen Fragestellungen und Entwicklungszielen auch sozioökonomische Aspekte und ganzheitliche Ansätze von Bedeutung.

Ein Fokus liegt diesmal auf Argentinien und Brasilien

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat nun eine neue Ausschreibungsrunde für „Bioökonomie International“ gestartet. Sie zielt auf Verbundprojekte insbesondere mit Partnern aus den Ländern Argentinien, Brasilien, Chile, China, Indien, Kanada, Malaysia, Russland und Vietnam ab.

Die diesjährige Fördermaßnahme ist in drei Module untergliedert:

  • Modul 1: Basis Bioökonomie International: hier wird die Zusammenarbeit mit Partnern aus Nicht-EU-Ländern gefördert. Projektvorschläge können in diesem Modul zu allen fünf Handlungsfeldern der Nationalen Forschungsstrategie eingereicht werden.
  • Modul 2: Bioökonomie Deutschland – Argentinien: hier wird die Zusammenarbeit mit Partnern aus Argentinien gefördert. Relevante Themenfelder sind Technologieplattformen für zukünftige Anwendungen in der Pflanzenzüchtung, die Aufwertung von Abfällen aus der Landwirtschaft, sowie biotechnologische Produkte und Produktionstechnologien zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks landwirtschaftlicher Nutzflächen (Ökoeffizienz).
  • Modul 3: Bioökonomie Deutschland – São Paulo: hier wird speziell die Zusammenabeit mit Partnern aus dem brasilianischen Bundesstaat São Paulo, Brasilien, gefördert. Hier soll es um nachhaltige Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Produkte aus nachhaltig produzierter Biomasse und andere Bio-Produkte.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Landes- und Bundeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in der Europäischen Union, darunter ­insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU), der Zuwendungsempfänger muss seinen Sitz in Deutschland haben.

Projektskizzen können im Internet-Portal www.bioeconomy-international.de bis zum 16. April 2018 hochgeladen werden. Das Antragsverfahren ist zweistufig. Ansprechpartner beim Projektträger Jülich sind Veronika Jablonowski und Christian Breuer.

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