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09.03.2017

Bioplastik-Netzwerk setzt Arbeit fort

Vom Knochenkleber bis zur Kaffeekaspel: Das Kooperationsnetzwerk „BioPlastik“ wird nach Auslaufen der öffentlichen Förderung künftig von den Partnern selbst finanziert.

Biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe machen zunehmend erdölbasierten Plastikprodukten Konkurrenz. Experten gehen davon aus, dass der Aufwärtstrend auch weiterhin anhält. Laut einer Studie von European Bioplastics wird der Markt für Biokunststoffe, trotz niedriger Ölpreise, bis 2021 um 50% auf 6,1 Millionen Tonnen im Jahr ansteigen. Die Entwicklung neuer Verfahren zur Bioplastik-Herstellung wird seit Jahren von der Bundesregierung gefördert. Auch das Kooperationsnetzwerk „BioPlastik“, das von der Industrielle Biotechnologie Bayern (IBB) Netzwerk GmbH initiiert wurde, bekam zwischen 2014 und 2016 im Rahmen des „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ vom Bundeswirtschaftsministerium finanzielle Unterstützung.

Netzwerk bringt Mehrwert

Nach dem Ende der fast dreijährigen öffentlichen Förderung wird sich das Netzwerk ab sofort aus eigener Tasche finanzieren, wie die Allianz am 7. März vermeldete. Mit den Beiträgen der Netzwerkpartner will „BioPlastik“ auch weiterhin neue Prozesse erschießen, um innovative, umweltfreundliche und wettbewerbsfähige Bioplastik-Produkte auf den Markt zu bringen. Daran beteiligt sind zehn Unternehmen und acht Forschungseinrichtungen. „Die Entscheidung der Partner, das Netzwerk allein durch Eigenbeiträge zu verstetigen, zeigt, dass das Netzwerk Mehrwert liefert, und dass unsere Arbeit angenommen und wertgeschätzt wird“, erklärt IBB-Netzwerk Geschäftsführer Haralabos Zorbas.

Verschiedene Konsortien arbeiten innerhalb des Netzwerkes beispielsweise an einem biobasierten Knochenkleber aus Biopolymeren, der Knochenbrüche an gering belasteten Körperteilen wie Hand oder Gesicht verkleben und Implantate wie Schrauben ersetzen kann. Andere Netzwerkpartner produzieren bereits Kaffeekapseln und Cateringgeschirr aus Bioplastik. Ein Fokus bei den Materialien liegt auf den bisher kaum vermarkteten Polyhydroxyalkanoaten (PHA). Mit dem Schritt in die sogenannte Selbstständigkeit zeigt der Bioplastik-Verbund, dass Bioplastik längst die Nische verlassen hat und in der Industrie angekommen ist.

bb

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