USA setzen in der Bioökonomie auf heimische Produzenten
Mit dem Prinzip „America First“ unterstützt das BioPreferred Programm explizit US-Hersteller biobasierter Produkte. Die Entwicklung setzt auch für europäische Unternehmen ein Signal für strategische Lieferketten.
Die USA setzen ihre Bioökonomie-Strategie weiter konsequent um und stärken heimische Produzenten und biobasierte Innovationen. Mit der Modernisierung des USDA BioPreferred-Programms und der Anpassung des Agricultural Foreign Investment Disclosure Act (AFIDA) wird sichergestellt, dass Bundesprogramme und Fördermittel US-amerikanische Landwirtschaft und biobasierte Produkte priorisieren. Für Deutschland und Europa sind diese Entwicklungen von hoher Bedeutung, da sie den globalen Markt beeinflussen und den Wettbewerb um technologische Innovationen in der Bioökonomie verschärfen.
„BioPreferred“ soll US-Produktion stärken
Das BioPreferred-Programm zertifiziert biobasierte Produkte nach US-Standards und erleichtert deren Beschaffung durch Bundesbehörden. Ab sofort sind Unternehmen und Produkte aus als „ausländische Gegner“ eingestuften Ländern ausgeschlossen, um die Integrität der Bundesbeschaffung zu sichern. Für europäische Unternehmen bedeutet dies vor allem, dass der US-Markt künftig noch stärker auf heimische Produzenten ausgerichtet ist. Gleichzeitig signalisiert das Programm die wachsende Bedeutung biobasierter Produkte für die wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung. Aktuelle Umfragen zeigen, dass 68 % der US-Verbraucher regelmäßig pflanzenbasierte Produkte nutzen, und 86 % deren Nutzung in den kommenden Monaten planen.
Transparenz bei Landinvestitionen und Lieferketten
Parallel wird der AFIDA modernisiert, um die Kontrolle über ausländische Investitionen in US-Ackerland zu verbessern. Derzeit halten „mit ausländischen Gegnern verbundene Organisationen“ mehr als 100.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche in den USA. Durch strengere Überwachung sollen laut US-Landwirtschaftsministerium Risiken für Versorgungsketten und kritische Infrastruktur reduziert werden. Für europäische Unternehmen bleibt der Zugang zum US-Markt grundsätzlich offen, allerdings könnten Partner oder Lieferketten, die in sensiblen Bereichen tätig sind, stärker geprüft werden.
Insgesamt verdeutlichen diese Maßnahmen, wie eng Bioökonomie und nationale Sicherheit in den USA verknüpft werden.
hb