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11.09.2019

Stuttgarter Team gewinnt G-BiB-Wettbewerb

Mit einem Produktionsverfahren für Biotenside hat sich ein Team des Fraunhofer IGB in Stuttgart im Finale der "Global Biobased Businessplan Competition" durchgesetzt.

EBS siegreich bie G-BiB
Mit Biotensiden gepunktet: Das siegreiche EBS-Team aus Stuttgart.
Quelle: 
CLIB

Jubel bei Amira Oraby, Fredy-Wsbaldo Baron-Nunez und Thomas Galonska: Gemeinsam mit ihrer Mentorin Susanne Zibek haben die Studierenden des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) in Stuttgart das Finale der "Global Biobased Businessplan Competition" (G-BiB) gewonnen. Der Plan, aus nachwachsenden Rohstoffen fermentativ zwei Biotenside zu erzeugen, die es auf dem europäischen Markt noch nicht gibt, überzeugte die Jury. Im kommenden Jahr schon wollen die Gewinner ihr Unternehmen „EBS – Engineering Biosurfactants“ gründen und den Businessplan Realität werden lassen.

Maßgeschneiderte Biotenside

Anfangs soll sich das junge Unternehmen an die hochpreisige Kosmetikbranche richten, doch die Pläne reichen schon weiter: Mittelfristig möchten die Sieger des Businessplan-Wettbewerbs den gesamten Tensidmarkt ansprechen und Tenside anbieten, die auf die Bedürfnisse der Kunden maßgeschneidert werden. Die Siegerbelohnung aus dem G-BiB-Wettbewerb sichert dem Team dafür gute Startbedingungen: Neben einem Sparring-Tag beim High-Tech Gründerfonds, einem wichtigen Pre-Seed-Investor, erhalten die angehenden Jungunternehmer 7.500 Euro Preisgeld.

Weitere Finalisten

Ebenfalls im Finale waren ein Team aus Hamburg und aus dem belgischen Leuven. Die Hamburger wollten mit „LignoPure“ Lignin unter chemiefreien Bedingungen aus Biomasse extrahieren und so ein hochwertiges Polymer herstellen, das für Lebensmittel, Kosmetika oder die Weiterverarbeitung zu speziellen Materialien genutzt werden kann. Die Belgier stellten mit „Innovived“ ein Konzept vor, um aus Zigarettenkippenabfällen ein biologisch abbaubares 3D-Druck-Filament zu produzieren.

„Alle drei Teams waren verdient im Finale und haben tolle, innovative Ideen präsentiert und ich bin mir sicher, dass wir noch viel von ihnen hören werden“, resümiert Projektassistentin Annika Thamm. So sind alle drei Finalistenteams beim „European Forum for Industrial Biotechnology & the Bioeconomy“ (EFIB) vom 30. September bis 2. Oktober in Brüssel präsent. Dort wird das „Start-up Village“ zur Plattform für Gründerteams und junge Unternehmen der industriellen Biotechnologie.

Anmeldung für den Wettbewerb 2020

G-BiB ist ein internationaler Studierendenwettbewerb zu Geschäftsideen für ein biobasiertes Produkt oder Verfahren. Im diesem Jahr wurde es von CLIB in Deutschland und Bio Base Europe Pilot Plant und Flanders Biobased Valley in Belgien organisiert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie dem Interreg NWE-Projekt BioBase4SME finanziert. Für den Wettbewerb im kommenden Jahr läuft die Bewerbungsphase.

bl

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