Europäische Forschungskooperationen

Europäische Forschungskooperationen

Auf europäischer Ebene gibt es neben Förderaufrufen der EU-Kommission im Rahmen von Horizont 2020 und Horizont Europa auch öffentlich-private Partnerschaften (Joint Technology Initiative Bio-Based Industries) sowie öffentlich-öffentliche Partnerschaften (z.B. ERA-NETs, Joint Programming Initiatives) die eigene Ausschreibungen veröffentlichen.

Auf europäischer Ebene gibt es neben Förderaufrufen der EU-Kommission im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms Horizont 2020 auch öffentlich-private Partnerschaften (Joint Technology Initiative Bio-Based Industries) sowie öffentlich-öffentliche Partnerschaften (z.B. ERA-NETs, Joint Programming Initiatives), die eigene Ausschreibungen veröffentlichen.

Horizont 2020 und Horizont Europa

In Horizont 2020 ist in drei Programmteile gegliedert. Förderprojekte für die Bioökonomie werden im Programmteil III "Gesellschaftliche Herausforderungen" ausgeschrieben, und zwar im Rahmen der gesellschaftliche Herausforderung 2 "Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, marine, maritime und limnologische Forschung und Biowirtschaft". Neben der Primärproduktion in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei und Aquakultur sowie Forst, steht auch die nachhaltige Nutzung von Bioressourcen im Vordergrund. 

Ab 2021 finden sich im neuen Forschungsrahmen Horizont Europa die Themen der gesellschaftlichen Herausforderung in Cluster 6 "Lebensmittel, Bioökonomie, natürliche Ressourcen, Landwirtschaft und Umwelt" wieder. 

Mehr Informationen hierzu bietet die Nationale Kontaktstelle Lebenswissenschaften

ERA-NETs mit Relevanz für die Bioökonomie

ERA-NETs sind europäische Projekte zwischen nationalen bzw. regionalen Forschungsförderinstitutionen (z.B. Ministerien, DFG) und Programmverwaltern (z.B. Projektträger). Ziel sind gemeinsame, multinationale Fördermaßnahmen sowie eine verbesserte Koordinierung von Forschungsaktivitäten in einem bestimmten wissenschaftlichen Gebiet.

Bioenergy zum Thema Biomasse und Wärmenutzung in industriellen Prozessen
BiodivERsA3 zu Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen
BlueBio zu aquatischen Bioressourcen
ERA-CAPS nachhaltige Zusammenarbeit in den Pflanzenwissenschaften
EUPHRESCO zu phytosanitärer Forschung
EuroTransBio zur Stärkung von KMU tätig im europäischen Biotechnologiesektor
CoBioTech zur Biotechnologie und ihren Anwendungen
CORE Organic COFUND zur biologischen Landwirtschaft
ERA-HDHL zu Biomarkern für Ernährung und Gesundheit
FACCE ERA-GAS zur Reduktion von Treibhausgasen in Land- und Forstwirtschaft
FACCE SusCrop zu nachhaltigem Pflanzenbau
FACCE SURPLUS zu Landwirtschaft und Klimawandel
ForestValue zu Forst-basierter Bioökonomie
HDHL-INTIMIC zu intestinalen Microbiomen und Ernährung
ICT-AGRI-FOOD zu digitalen Technologien zur Transformation von Agrar- und Ernährungswirtschaft
LEAP-AGRI zu landwirtschaftlichen Projekten in Kooperation mit Afrika
MarTERA zu marinen und maritimen Technologien
SUSFOOD2 zu nachhaltiger Lebensmittelproduktion
SusAn zu nachhaltigen Tierproduktionssystemen
WaterWorks2017 zu nachhaltigem Wassermanagement für Land- und Forstwirtschaft und Aquakultur

Joint Programming Initiatives (JPI)

JPI sind Verbünde von nationalen Forschungsförderinstitutionen in Europa. Es werden staatenübergreifende gemeinsame Forschungsagenden (Strategic Research Agenda) erarbeitet, die strategische Zusammenarbeit zwischen bereits existierenden nationalen Programmen ausgebaut und neue Förderprogramme gemeinsam eingerichtet.

JPI mit Bezug zum Bereich Bioökonomie sind:

FACCE zu Agrarwirtschaft, Ernährungssicherheit und Klimawandel

OCEANS zu gesunden und produktiven Meeren und Ozeanen

A Healthy Diet for a Healthy Life zu gesunder Ernährung

Bio-Based Industries Joint Undertaking

Die BBI JU (Bio-Based Industries Joint Undertaking) ist eine Public-Private Partnership zwischen der Europäischen Kommission und dem Bio-Based Industries Consortium (BIC). Die öffentlich-private Partnerschaft („Public-Private Partnership“, PPP) „Bio-based Industries“ (BBI) führt eigene Ausschreibungen zu Themen aus der Bioökonomie durch. Dabei werden von der Primärproduktion über die industrielle Biotechnologie und die Verwertung unterschiedlicher Biomasse bis hin zur Produktion von bio-basierten Produkten (Materialien, Chemikalien, Treibstoffe, Bioenergie) ganze Wertschöpfungsketten abgedeckt. Die Aufrufe orientieren sich verstärkt an unterschiedlichen Biomassequellen (z. B. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei), den daraus gewonnenen Stoffen, den entstehenden (Zwischen)Produkten und den dazu notwendigen Technologien. 

Weitere Informationen

Ausführliche Infos zu Fördermöglichkeiten auf EU-Ebene gibt es bei der Nationalen Kontaktstelle Lebenswissenschaften NKS-L