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19.08.2020

WWF-Report (2020): Speiseeis

Laut einer Studie der Umweltstiftung WWF Deutschland werden die Anforderungen an ökologische Nachhaltigkeit von deutschen Speiseeisherstellern kaum erfüllt. 

Eis am Stiel
Quelle: 
Jerneja Ribnikar auf Pixabay

In der Studie wurde untersucht, inwieweit die Eishersteller beim Einsatz von Pflanzenölen und -fetten auf Nachhaltigkeitskriterien setzen. Hauptaugenmerk lag auf Kokosöl, eines der beliebten Ersatzöle für Palmöl.

Befragt wurden die größten Eisproduzenten mit Produktion oder Hauptsitz in Deutschland sowie die Top 5 des Lebensmitteleinzelhandels mit ihren Handels- bzw. Eigenmarken für Speiseeis.

Zwölf von 17 Unternehmen gaben Auskunft. Einige Hersteller haben das im Fokus der öffentlichen Debatte stehende Palmöl durch Kokosnussöl ersetzt. Bei den meisten Befragten fehlt jedoch eine Substitutionsstrategie, die ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt.

Palmöl benötigt deutlich weniger Anbaufläche als Kokosöl, da der Ertrag der Ölpalme mit durchschnittlich etwa 3,8 Tonnen Öl pro Hektar weit über dem von Kokosöl (0,7 Tonnen Öl pro Hektar) liegt, teilt der WWF mit. Um einen Stopp der Regenwaldrodungen zu erwirken, fordert die Organisation daher ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen dazu verpflichtet, Umweltstandards und Menschenrechte in ihren Produktionsketten zu achten.

   

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