Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel

Der Maiszünsler zerstört Maispflanzen, kann aber mithilfe der Trichogramma-Schlupfwespen bekämpft werden. Diese werden in biologisch abbaubaren Optikugeln auf die Erde geworfen und beginnen ihren Job.

DATEN & FAKTEN

Branche: 
Landwirtschaft
 
Nachwachsender Rohstoff: 
Trichogramma-Schlupfwespen; PEFC-zertifizierten Holzfasern und Biopolymer aus Pflanzenstärke
 
Beteiligte Unternehmen: 
AGROLINE Bioprotect, forewood GmbH 
 
Bioökonomie-Faktor: 
Nachwachsendes Nebenprodukt der Holzindustrie, biologischer Pflanzenschutz: keine Belastung von Agrarböden mit Schadstoffen
 
Status: 
auf dem Markt

Optikugeln mit Trichogramma als biologischer Pflanzenschutz
Trichogramma Weibchen, das eigene Eier in Maiszünsler-Eier legt.

Wie kommt der Nützling zum Schädling? Transportmittel für Schlupfwespen in der nachhaltigen Schädlingsbekämpfung

Trichogramma-Schlupfwespen sind im biologischen Pflanzenschutz ein gängiges Mittel gegen den schädlichen Maiszünsler, denn dieser kann ganze Ernten zerstören. Die natürlich vorkommende Schlupfwespenart legt ihre Eier in die Eier des Schädlings und zerstört diese dadurch.

Die Nützlinge können dank einer Kooperation zwischen der schweizerischen Agrargenossenschaft fenaco und der Stuttgarter Firma rezemo GmbH auch auf deutschen Feldern verteilt werden. Ausgebracht werden die kleinen Helfer in murmelgroße Hohlkugeln, sogenannte „Optikugeln“. Sie bestehen aus nachhaltigem, holzfaserbasiertem forewood®-Material. Die Ausbringung erfolgt weitgehend automatisiert per Drohnenflug. 

Sichere und umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung

Die Optikugeln sind vollständig biobasiert und biologisch abbaubar, denn sie bestehen aus Maisstärke oder PEFC-zertifizierten Holzfasern, gewonnen aus Nebenprodukten der süddeutschen Holzindustrie und einem Biopolymer aus Pflanzenstärke. Somit können die Kugeln auf den Böden verbleiben und untergepflügt werden. Dabei werden die Felder nicht belastet, denn diese Art der Schädlingsbekämpfung übt laut Hersteller keinerlei schädlichen Einflüsse auf Anwendende, andere Insekten oder die Umwelt aus, sondern stellt eine schadstofffreie Alternative zum chemischen Pflanzenschutz dar.

Einsatz in der Praxis

In Deutschland, der Schweiz und Österreich werden die Optikugeln bereits erfolgreich auf Agrarflächen ausgebracht. 

Marktreife

Die „Optikugeln“ werden seit 2022 über die Website von „AGROLINE Bioprotect“ vertrieben. 

 

Bildquelle und -lizenz "Was steckt drin": Dr. Victor Fursov / Wikimedia Commons CC-BY SA 4.0