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14.04.2020

Uni Göttingen (2020): Alternative Proteinquellen in der westlichen Ernährung

Auf der Suche nach Wegen, den Lebensmittelkonsum nachhaltiger zu gestalten, hat ein Forschungsteam unter der Leitung der Universität Göttingen untersucht, in welcher Form Algen als Teil der Ernährung akzeptiert werden.

Gefüllte Pasta
Quelle: 
andreagen | pixabay

Im Vorfeld der Untersuchung wurden Nudeln mit Spirulina-Füllung als vielversprechende Produktidee identifiziert. Spirulina-Algen sind Proteinquellen, die sich in Deutschland unabhängig von nutzbarer Ackerfläche produzieren lassen. Sie sind eine mögliche Alternative, um die steigende Nachfrage nach tierischen Proteinen zu stillen und dennoch die Nutztierhaltung zur Fleischproduktion mit ihren ökologischen Folgen zu begrenzen.

In einem zweiten Schritt wurde jetzt die Beliebtheit unterschiedlicher Pasta-Füllungen getestet. Dafür wurden in Deutschland, in den Niederlanden und in Frankreich insgesamt 420 Verbraucherinnen und Verbraucher unter standardisierten Bedingungen mit Spirulina-Pasta verkostet. Die Füllungen unterschieden sich im Algenanteil und wurden jeweils in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten.

In der Studie zeigte sich, dass ein höherer Bekanntheitsgrad von Spirulina mit einer höheren sensorischen Beliebtheit der Algen-Pasta einherging. Die Steigerung des Bekanntheitsgrades durch Marketingmaßnahmen ist also förderlich für die Akzeptanz. Weiterhin wurde bestätigt, dass es bei der Entwicklung neuer Produkte unerlässlich ist, Verbraucherinnen und Verbraucher frühzeitig in den Prozess einzubeziehen, um Rezepturen an die Geschmäcker anzupassen und erfolgreiche Fleischalternativen zu entwickeln.

Favorit der Probanden war übrigens eine Nudel-Füllung aus Spirulina, Zitrone und Basilikum.

 

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