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17.07.2019

Thünen-Institut (2019): Kohlenstoffinventur 2017

Dass die Bedeutung der Wälder als Kohlenstoffsenke und damit Bremser des Klimawandels weiter ansteigt, belegt die Kohlenstoffinventur 2017, die jetzt ausgewertet ist.

Wald – Waldboden
Quelle: 
pixabay

Die Ergebnisse der Inventur wurden von Wissenschaftlern des Thünen-Instituts für Waldökosysteme jetzt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „AFZ-Der Wald“ veröffentlicht.  Demnach sind rund 1,23 Mrd. Tonnen Kohlenstoff in der lebenden Biomasse gespeichert, 5% mehr als vor fünf Jahren. Dazu kommen 33,6 Mio. Tonnen Kohlenstoff im Totholz. Die Kohlenstoffvorräte haben mit 113,7 Tonnen pro Hektar ein neues Rekordhoch erreicht.

Die Kohlenstoffinventur ist eine Art kleine Bestandsaufnahme zwischen den großen, alle zehn Jahre stattfindenden Bundeswaldinventuren. Sie wird vom Thünen-Institut mit Unterstützung der Bundesländer durchgeführt und erfasst den Zustand des deutschen Waldes. Gegenüber der letzten Bundeswaldinventur 2012 ist der Holzvorrat in deutschen Wäldern um 6% gestiegen. Es ist deutlich mehr Holz nachgewachsen als genutzt wurde.

In den vergangenen fünf Jahren wurde soviel Vorrat aufgebaut wie in den zehn Jahren zuvor. Mit einem Holzvorrat von aktuell 3,9 Mrd. Kubikmetern ist Deutschland das holzreichste Land der Europäischen Union. Der höhere Holzvorrat und damit einhergehend die weiterhin hohe Kohlenstoffanreicherung macht die Wälder zu Klimaschützern: Sie haben die Atmosphäre zuletzt jährlich um 62 Mio. Tonnen CO₂ entlastet. Der gestiegene Holzvorrat konnte damit jedes Jahr rund 7% der gesamten deutschen Treibhausgas-Emissionen kompensieren.

 

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