Das nova-Institut hat im Auftrag der Europäischen Kommission untersucht, welche Rolle biobasierte Rohstoffe künftig in Kunststoffverpackungen spielen können. Der Bericht dient als Grundlage für die Umsetzung von Artikel 8 der EU-Verpackungsverordnung PPWR. Analysiert wurden Marktstatus, technologische Reife, Umweltwirkung, Nachhaltigkeitskriterien und mögliche Zielvorgaben.
Nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren sind 17 biobasierte Polymere bereits kommerziell verfügbar. Sie machen bislang jedoch nur rund ein Prozent des globalen Kunststoffmarkts aus. Technische Grundprobleme sieht der Bericht nicht. Biobasierte Kunststoffe können je nach Material und Produktionssystem Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kunststoffen senken, zugleich müssen mögliche Zielkonflikte etwa bei Landnutzung, Biodiversität und Recycling berücksichtigt werden.
Der Bericht empfiehlt verbindliche Zielwerte für biobasierte Inhalte in Verpackungen, harmonisierte Nachhaltigkeitskriterien und eine Anpassung der Sammel- und Recyclingstrukturen. Für die Bioökonomie ist die Studie relevant, weil sie biobasierte Rohstoffe als Baustein einer defossilisierten Verpackungswirtschaft einordnet.
Originalquelle: Carus et al. (2026), Bio-based feedstock in plastic packaging analysis. Support for Packaging and Packaging Waste Regulation (EU)