Ein Forschungsteam der Universität Bordeaux vergleicht in Nature Communications biobasierte und fossile Kunststoffverpackungen mit einer harmonisierten Lebenszyklusanalyse, die Herstellung, Entsorgung und mögliche Einträge in die Umwelt umfasst. Berücksichtigt wurden Material-, Produkt- und Europa-Szenarien bis 2050.
Im Mittel schneiden biobasierte Verpackungen beim Klimafußabdruck besser ab. Gleichzeitig steigen jedoch die Belastungen für Ökosysteme, vor allem durch zusätzlichen Flächenbedarf für den Biomasseanbau. Wie stark dieser Zielkonflikt ausfällt, hängt von Rohstoffquelle, Recycling und Abfallmanagement ab.
Für die Bioökonomie ist die Studie vor allem eine Warnung vor reiner Materialsubstitution. Selbst ein vollständiger Ersatz fossiler Verpackungen reicht laut Modellierung nicht aus, wenn der Verbrauch weiter wächst. Entscheidend bleiben daher weniger Einwegverpackungen, mehr Wiederverwendung und eine bessere Kreislaufführung.
Originalquelle: Studie in Nature Communications