Europäische Investitionsbank (2025): Finanzierungslücke bremst Europas biobasierte Industrie

Europäische Investitionsbank (2025): Finanzierungslücke bremst Europas biobasierte Industrie

Ein Bericht der Europäischen Investitionsbank zeigt, warum biobasierte Produkte in Europa oft nicht über Pilot- und Demonstrationsanlagen hinauskommen. Als Hauptprobleme nennt er fehlende Finanzierung, schwache Marktanreize und fragmentierte Regulierung.

Die Europäische Investitionsbank hat im Report „Scaling up Europe’s bio-based industries“ die Lage der europäischen biobasierten Industrie untersucht. Im Mittelpunkt stehen biobasierte Chemikalien und Materialien, innovative Zutaten für Lebensmittel und Futtermittel sowie biobasierte Bodenhilfsstoffe.

Der Bericht sieht zwei besonders schwierige Übergänge. Projekte scheitern häufig beim Sprung von der Pilotanlage zur Demonstrationsanlage und anschließend bei der ersten kommerziellen Fabrik. Hohe Investitionskosten, fehlende Abnahmeverträge und langsame Genehmigungen erschweren den Markthochlauf.

Für die Bioökonomie ist das relevant, weil viele biobasierte Verfahren technisch weit sind, aber nicht in die breite Anwendung kommen. Der Report empfiehlt deshalb mehr Venture Debt, besseren Zugang zu Pilot- und Demonstrationsanlagen sowie Programme, die erste Produktionsanlagen gezielt unterstützen.

Originalquelle: https://www.eib.org/files/publications/20250060-311025-scaling-up-europe-s-bio-based-industries-en.pdf