Erklärfilm zur Digitalen Präzisionsgenomik

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Erklärfilm zur Digitalen Präzisionsgenomik

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Was ist "Digitale Präzisionsgenomik"? In diesem Erklärfilm wird die Methode anschaulich von Hanna Neumann und ihrem "Digitalen Zwilling" vorgestellt.

Rein-Text Drehbuch „Digitale Präzisionsgenomik“ 

Wie sieht’s aus? Seid ihr alle bereit? 

Hi! ich bin Hanna und heute zeige ich euch etwas, das die Pflanzenzüchtung gerade revolutioniert. Seit Jahrhunderten arbeiten wir nämlich daran, Pflanzen robuster, ertragreicher und nachhaltiger zu machen. Heute öffnet sich dafür eben eine ganz neue Tür: die digitale Präzisionsgenomik. 

Die verknüpft klassische Züchtung mit modernster Genomforschung und Digitalisierung - so dass wir wie mit einer Landkarte des Unsichtbaren direkt in das Erbgut der Pflanzen hineinzoomen können. 

Ein Herzstück dieser neuen Methode ist die Long-Read-Sequenzierung. Ja, fancy Wort, ich weiß, aber ich erkläre euch fix, was dahintersteckt. 

Bei der Long-Read-Sequenzierung werden lange DNA-Abschnitte, oft mehrere Tausend bis über 100.000 Basenpaare am Stück, abgelesen. Das ist entscheidend, um komplexe Genomstrukturen erfassen zu können – ohne die Lücken und Unklarheiten, die bei herkömmlichen Kurzlesemethoden auftreten. 

Ihr könnt euch das wie ein Puzzle vorstellen. 

Mit vielen kleinen Teilen, die sich super ähnlich sehen, ist es schwierig das Puzzle zu lösen. 

Mit großen Teilen geht das viel leichter - und es passieren weniger Fehler. 

Mit der Long-Read-Sequenzierung können wir auch genetische Variationen wie Insertions- und Deletionsstellen präzise erkennen, die sonst verborgen bleiben. 

Die Vollständigkeit und Genauigkeit des Pflanzen-Genoms steigen damit deutlich. 

Und all das geht heute im Hochdurchsatz. So kann nicht nur das Erbgut von vielen verschiedenen Pflanzen individuell untersucht werden, sondern auch einzelne Zellen können im Detail analysiert und verglichen werden. 

Aber diese vielen neuen Infos wären nutzlos, wenn wir sie nicht klug auswerten könnten. Daher helfen künstliche Intelligenzen den Forschenden dabei, die Daten analysieren und verborgene Muster zu erkennen. 

Zusammen mit anderen wichtigen Informationen, wie zum Beispiel Wachstumstrends oder der Widerstandskraft der Pflanzen, entstehen dann ausgefeilte Modelle. 

Wenn wir all diese Informationen zusammenbringen, passiert etwas Spannendes: Wir können digitale Abbilder von Pflanzen erstellen. 
 

Digitale Zwillinge sind exakte virtuelle Abbilder realer Pflanzen oder ganzer Felder. Diese Zwillinge werden kontinuierlich durch Sensorik und Datenquellen aktualisiert, so dass wir über Dinge wie Wachstum, Entwicklung, Ertrag oder Wasserbedarf ganz genau Bescheid wissen.  

Somit können diese digitalen Zwillinge eine entscheidende Rolle einnehmen. Vor allem bei komplexen Themen wie Modellierung oder der intelligenten Steuerung von pflanzenwissenschaftlichen Experimenten und Produktionssystemen.  

Zusammengefasst können wir also mit Tools wie der Long-Read-Sequenzierung und den digitalen Zwillingen die optimalen Genkombinationen finden und die besten Pflanzen auswählen. So hilft die digitale Präzisionsgenomik dabei die Pflanzenzüchtung präziser, effizienter und nachhaltiger zu gestalten. 

Das besondere an diesen Innovationen ist, dass sie unsere Landwirtschaft grundlegend verändern können. Trotz Klimawandel können so stabile Ernten gesichert werden, während wir gleichzeitig natürliche Ressourcen schützen. Und on top dazu können die Inhaltstoffe der Pflanzen „verbessert“ werden und wir ernten gesündere Lebensmittel. 

Digitale Präzisionsgenomik ist ein Schlüssel für eine nachhaltige und vor allem zukunftsfähige Ernährung. Und außerdem ein Treiber für weltweites Wachstum der Bioökonomie. 

Was haltet ihr davon? Ist die Digitale Präzisionsgenomik das richtige Tool für eine zukunftsfähige Pflanzenzüchtung? Lasst uns gerne einen Kommentar da! Bis zum nächsten Video!

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