100 Jahre Grüne Woche und die Bioökonomie

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100 Jahre Grüne Woche und die Bioökonomie

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Seit 1926 spiegelt die Internationale Grüne Woche, wie sich Landwirtschaft, Gesellschaft und Wirtschaft entwickeln. Die Bioökonomie präsentiert sich hier ebenfalls: von biobasierten Rohstoffen über digitale Technologien bis hin zu Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Innovationen.

Januar 2026 Messe Berlin. Dieses Jahr feiert die Internationale Grüne Woche ihr hundertjähriges Bestehen. Massen strömen kilometerweit durch unzählige Gänge der vielen Hallen. Für viele ist diese Messe ein Freizeit-, Erlebnis- und Schlemmerparadies voller kulinarischer und exotischer Entdeckungen, regionaler Spezialitäten und Gartenträume. Doch sie ist viel mehr als nur das. Sie gilt als weltweit führende Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau.

Die Bioökonomie offenbart sich hier als Schlüssel für biobasierte Zukunft, sofern man nicht versehentlich von all den anderen Angeboten abgelenkt an ihr vorbei strömt.

Seit 1926 begleitet die Internationale Grüne Woche den Wandel von Landwirtschaft zu nachhaltiger Wirtschaft. Von ersten landwirtschaftlichen Maschinen zu globalen Foren. Diese Messe wurde Plattform für Technik, Agrarpolitik und Austausch. Sie spiegelt, wie Landwirtschaft zu biobasierte Wertschöpfung führt. Seit der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 diskutiert das „Global Forum for Food and Agriculture“ hier Ernährungssicherheit und Kreisläufe. Für die Politik ist die gesamte Grüne Woche schon immer und auch immer parteiübergreifend ein zentraler Treffpunkt für Agrar, politische Diskussionen und internationale Begegnungen.

Hier zeigen Start-ups, Agenturen, Unternehmen und Institute nachhaltige Lösungen, um von fossilen Rohstoffen wegzukommen, etwa als alternative Dämmstoffe. Man muss nicht immer nur mit Dämmstoffen aus fossilen Rohstoffen dämmen. Es geht auch anders. Das zeige ich. Da gareichen beispielsweise altbewährte Schafwolle, Holzfasern, Seegras bis Stroh, Fasern oder auch Nutzhanf aus der Umgebung. Und aus meiner Sicht ist das ein Baustoff, der einfach alternativlos ist.

Andere zeigen zum Beispiel ein kreislauffähiges Holzbausystem, mit dem nachhaltiges Bauen auf einmal möglich wird, sowie ein nachhaltiger Umgang mit unseren wieder wachsenden Ressourcen. Auf der Grünen Woche machen viele Verbände auf sich aufmerksam und rücken Alltägliches ins Bewusstsein. Zum Beispiel auch, wem wir unser täglich Brot, Müsli und Co in unserer Qualität und ständiger Vorrätigkeit mit zu verdanken haben. Und deswegen sind wir hier, um das noch mal zu erklären und sichtbar zu machen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass da viel Arbeit und Engagement und vor allen Dingen Liebe dahintersteckt.

Auf der Grünen Woche präsentieren sich sogar Modellregionen der Bioökonomie. So gestaltet der vom Bundesforschungsministerium geförderte DiP Verbund in Sachsen-Anhalt etwa den Strukturwandel aktiv mit. Wie wäre es beispielsweise mit der ersten nicht synthetischen blauen Lebensmittelfarbe aus Algen oder regionale Erbsen? Als proteinreicher Ausgangsstoff für andere Lebensmittel oder hochwertige Kosmetikprodukte und Adjuvanzien aus den Rückständen der Apfelsaft-Produktion, aus dem man ja sonst gerne Grappa macht. „Aber es gibt aber auch hochwertigere und sinnvollere Produkte, die man daraus machen kann als nur Alkohol. Und den verwenden wir.“

Bioökonomie geht über Ernährung hinaus. Zu Rohstoffen, Energie und Wohlstand im Einklang mit Klima und Umweltschutz. Auf den Social-Media-Kanälen sind noch viele Interviews und Reportagen zu einigen biobasierten Fundstücken, denen wir auf der Messe begegneten. Mehr zum Thema gibt es auf Bioökonomie.de.

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