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22.06.2016

Weitere Millionen-Förderung für Hallenser Spitzencluster

Mit einer Finanzspritze will das Bundesforschungsministerium die Internationalisierung von Spitzenclustern vorantreiben - auch der Cluster BioEconomy aus Halle darf sich freuen.

Um die Arbeit der Spitzencluster zu internationalisieren, erhalten elf Projekte vom BMBF eine Millionenförderung.
Um die Arbeit der Spitzencluster zu internationalisieren, erhalten elf Projekte vom BMBF eine Millionenförderung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine neue Förderinitiative aufgelegt, um die  Zusammenarbeit regionaler Cluster und Netzwerke mit internationalen Partnern zu verbessern. Zu den im Juni ausgewählten Fördervorhaben zählt unter anderem auch der Hallenser Spitzencluster BioEconomy. Die Cluster dürfen sich jeweils über bis zu 4 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren freuen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will kleinen und mittleren Unternehmen eine erfolgreiche internationale Kooperation bei Forschung und Innovation erleichtern. Dafür wurde das Förderprogramm „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ im Rahmen der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung aufgesetzt. Ende Juni hat ein unabhängiges Auswahlgremium weitere elf Projekte zur Förderung empfohlen.

Biowissenschaften stechen heraus

Unter den elf in der zweiten Runde ausgewählten Vorhaben ist der Cluster BioEconomy  mit Sitz in Halle, er ging 2012 siegreich aus dem Spitzenclusterwettbewerb des BMBF hevor. Der Fokus des regionalen Clusters liegt auf der „stofflichen und energetischen Nutzung von Non-Food-Biomasse“. Damit können die Bioökonomie-Aktivitäten am Standort Sachsen-Anhalt weiter ausgebaut werden. Bei der internationalen Bioökonomie-Konferenz in Halle kamen erst kürzlich die wichtigsten Akteure der Region zusammen und berichteten über aktuelle Herausforderungen auf dem Weg zur "grünen Chemie".

Auch in Bayern kann sich ein biowissenschaftlicher Cluster über BMBF-Gelder freuen:  Für den geplanten Aufbau einer Plattform für F&E-Kooperationen bayerischer Unternehmen mit japanischen Forschungseinrichtungen und Pharmakonzernen hat das Clustermanagement BioM eine Förderempfehlung  erhalten. Nach Einreichung des formalen Förderantrags stehen nun die Chancen gut, dass ab 2017 und über drei Jahre hinweg mehr als 3 Millionen Euro Förderung in die Region fließen. Ziel des Projekts ist es, deutsch-japanische Kompetenzen im Bereich der Personalisierten Medizin zu bündeln. Horst Domdey, Geschäftsführer der BioM Biotech Cluster Development GmbH, betonte, dass es zwar „bereits eine langjährige Kooperationsachse zwischen Bayern und Japan (gibt), aber im Pharma- und Biotechnologiebereich ist das noch stark ausbaufähig.“ Kai Lamottke, CEO der Bicoll-Gruppe, die mit einem Standort in Shanghai schon lange asiatische Wurzeln pflegt, freut sich sehr über die Förderung: „Sie hilft gerade uns KMUs, den mühsamen Weg zur globalen Kooperationsfähigkeit erfolgreicher zu meistern“.

Millionenförderung für Bioökonomie-Spitzencluster

Der Interessenverband Medical Mountains in Tuttlingen überzeugte das Auswahlgremium mit dem Thema „Digitale Medizintechnik für chirurgische Instrumente und orthopädische Lösungen“. Die erfolgreichen Cluster und Netzwerke werden ihre Projekte Anfang 2017 starten und erhalten jeweils bis zu 4 Millionen Euro Förderung über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Unter den elf geförderten Clustern und Netzwerken der ersten Runde, die bereits vor einem Jahr ausgewählt wurden, sind drei weitere mit Bezug zu den Biowissenschaften: „Erweiterung der Health Axis Europe um weitere Spitzenstandorte der Biomedizin in Europa und Israel und Entwicklung einer Kooperationsplattform für KMU“ (BioRN), „Aufbau eines internationalen Innovationssystems der Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft“ (Medical Valley EMN) und „Bio-Innovation Growth mega-Cluster“.

bb

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