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14.10.2016

Neues Institut für Biodiversität der Meere

In Oldenburg entsteht das neue Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität, an dem auch das Alfred-Wegener-Institut beteiligt ist.

Unterwasseraufnahme
Unterwasseraufnahme an der Forschungsplattform Fino in der Nordsee.
Quelle: 
Alfred-Wegener-Institut / Roland Krone

70 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Die Meere sind nicht nur ein beliebter Erholungsort. Sie dienen dem Menschen vor allem als Nahrungs- und Energiequelle. Doch das Ökosystem Meer ist durch Müll, Überfischung und Klimawandel bedroht. Die Bundesregierung hat daher die Welt der Meere auch zum Thema des Wissenschaftsjahres 2016/2017 gemacht und zugleich mit MARE:N ein Milliardenschweres Förderprogramm zur Meeresforschung neu aufgelegt

Helmholtz bündelt Meeresforschung

Unter dem Dach der Helmholtz-Gemeinschaft entsteht nun im kommenden Jahr in Oldenburg das neue Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität. Hier werden künftig Experten der Universität Oldenburg und das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) ihre Expertisen bündeln und die Forschung auf dem Feld der Meeresbiologie vorantreiben.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem neuen Helmholtz-Institut die Erforschung der Auswirkungen des globalen Wandels auf die Meereslebewelt auf ein neues Level heben können“, sagt AWI-Direktorin Karin Lochte. Und der Präsident der Universität Oldenburg, Hans Michael Piper betont: „Mit dem Bündeln der hervorragenden Expertise unserer Wissenschaftler erreichen wir eine einmalige Schwerpunktsetzung in der marinen Biodiversitätsforschung mit nationaler und internationaler Strahlkraft“.

Ökosystem Meer analysieren

Wie beeinflussen Mensch und Klimawandel das Ökosystem der Meere?  Und welche Konsequenzen entstehen daraus für Funktion und Leistung mariner Ökosysteme? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus der Forschung am künftigen Helmholz-Institut in Oldenburg. Die Wissenschaftler von AWI und Hochschule kooperieren bereits seit Langem erfolgreich auf diesem Forschungsfeld. Das neue Institut ermöglicht es ihnen nun, wesentliche Aspekte der Biodiversität gemeinsam zu erforschen – von der Genetik einzelner Meerestiere, Algen und Bakterien bis hin zur Funktionsanalyse eines ganzen Ökosystems.

Neue Konzepte für marinen Naturschutz

Der Oldenburger Biodiversitätsexperte und künftige Institutsdirektor Helmut Hillebrand weiß, welche Hürden gemeistert werden müssen. „Wie können wir unsere marine Umwelt wirksam schützen, obgleich viele dort lebende Arten mobil und die Gebiete ohnehin meist keiner Nation zugehörig sind? Das ist nur eine der Herausforderungen des marinen Naturschutzes, bei der wir noch am Anfang stehen und für die wir Konzepte entwickeln wollen“.

Niedersachsen finanziert Institutsneubau

Das Land Niedersachsen wird sich mit insgesamt 23 Millionen Euro an der Errichtung des neuen Instituts beteiligen. Das Geld soll vor allem in den Neubau fließen, der bis 2020 fertig sein soll. Danach soll sich das Institut fast ausschließlich über die Helmholtz-Gemeinschaft getragen und auch für externe Forschungspartner offen sein. Mit der Forschungsarbeit können die Wissenschaftler jedoch bereits im kommenden Jahr loslegen. „Da wir unsere Forschungsstrategie bereits konkret ausgearbeitet haben, können wir 2017 direkt in die wissenschaftliche Arbeit einsteigen, sagt AWI-Biologe Thomas Brey.

bb

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