Neue Stretchfaser mit biobasiertem Anteil kommt auf den Markt
CovationBio bringt eine teilweise biobasierte Stretchfaser auf den Markt. Sie soll Sport- und Arbeitskleidung ohne Elastan dehnbar und formstabil machen und ist bereits kommerziell verfügbar.
Sportshirts, Arbeitshosen und Uniformen sollen sich dehnen und nach dem Tragen wieder in Form kommen. Dafür enthalten viele Stoffe Elastan. Das US-Unternehmen Covation Biomaterials, kurz CovationBio, bringt nun eine kommerziell verfügbare Stretchfaser auf den Markt, die diese Funktion ohne Elastan übernehmen soll. Sorona elasterell-p wird in den USA produziert und zunächst in den USA und Lateinamerika angeboten.
Teilweise aus pflanzlichen Rohstoffen
Die sogenannte Bikomponentenfaser verbindet zwei Polymerkomponenten in einem Filament. Dadurch soll das Gewebe dauerhaft elastisch bleiben und seine Form auch nach wiederholtem Tragen und Waschen zurückgewinnen. CovationBio nennt als erste Anwendungen Sport- und Freizeitkleidung, Arbeitsbekleidung sowie Uniformen. Der Vertrieb erfolgt über das Unternehmen Mercados Internacionales, das die Faser in der Region auf Lager hält.
Grundlage ist das Polyester Sorona, das bereits seit rund 25 Jahren in Textilien und Teppichen eingesetzt wird. Ein Baustein des Polymers wird aus Zucker hergestellt, der aus Mais gewonnen und fermentiert wird. Nach Angaben des Unternehmens sind 37 Gewichtsprozent von Sorona biobasiert. Die neue Faser ist daher teilweise, aber nicht vollständig biobasiert.
Neu ist weniger das Polymer selbst als der Schritt zum eigenen Markenprodukt: Sorona elasterell-p ist die erste von CovationBio angebotene, in den USA hergestellte Bikomponenten-Stretchfaser. Das Unternehmen positioniert sie als Alternative für Stoffe, die sonst Elastan für Dehnbarkeit und Formstabilität benötigen. Die Faser ist bereits kommerziell verfügbar. Vergleichsdaten zur Dehnbarkeit, Haltbarkeit oder Umweltbilanz speziell dieses Produkts veröffentlicht CovationBio bislang nicht. Für die Textilbioökonomie zeigt die Markteinführung dennoch, wie pflanzenbasierte Polymerbausteine in etablierte Funktionsmaterialien einziehen und einen Teil fossiler Rohstoffe ersetzen können.
ag